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Anton Graf Lodron

Wappen von Anton Graf Lodron, Dompropstei, Innenhof

Anton Graf Lodron (* 1536; † 10. Dezember 1615) war Domherr und Kapitular des Salzburger Domkapitels, Wegbereiter des nachmaligen Fürsterzbischofs Paris Graf von Lodron.

Leben

Er war ein Sohn des August(o) Grafen Lodron, Herrn zu Castellano (Trentino), und der Magdalena a Bugepati. August war ein Bruder des Nicolò Lodron, des Urgroßvaters des Fürsterzbischofs Paris Graf von Lodron, somit war Anton ein Großonkel zweiten Grades des Fürsterzbischofs.

In jungen Jahren war Anton Graf Lodron Domkapitular zu Trient] und Dechant von Villa Lagarina – der Heimatpfarre dieser Linie der Lodrons; überdies war er Paris’ (* 1586) Taufpate, von dem er als ein „zweiter Vater“ geschätzt wurde.

Im Dezember 1559 wurde Anton Graf Lodron Domherr und Kapitular des Salzburger Domkapitels.

Am 16. Jänner 1606, in der Regierungszeit des Erzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau[1], wählte ihn das Domkapitel im Alter von 69 Jahren zum Dompropst. Durch seinen mit dieser Wahl verbundenen Verzicht auf das Kanonikat war es möglich, dass sein Neffe Paris diese Stelle erhielt – eine für Stadt und Land Salzburg historische Weichenstellung.

Dompropst Anton Graf Lodron starb am 10. Dezember 1615. Er ist in der Kreuzkapelle am Friedhof von St. Peter begraben.

Auch in seiner Funktion als Dompropst folgte ihm sein Neffe Paris Graf von Lodron.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Es bestanden entfernte verwandtschaftliche Beziehungen: Ein Verwandter, Ludwig Graf Lodron, hatte sich mit Margarete von Hohenems, Nichte des Fürsterzbischofs und auch des Kardinal-Erzbischofs von Mailand, Karl Borromäus wieder verehelicht.