Bürgerinitiative proBürgerau

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Die Bürgerinitiative proBürgerau ist eine Bürgerinitiative in Saalfelden am Steinernen Meer-Bürgerau, die sich gegen die geplante permanente Mountainbike-Strecke in einem Naherholungsgebiet von Saalfelden am Steinernen Meer wehrt.

Allgemeines

In dieser Initiative sind Anrainer, Weideberechtigte und der Waldkindergarten vertreten.

Für die Mountainbike-WM 2012 soll die Cross-Country-Strecke ist in der Saalfeldener Bürgerau entstehen. In dem Wald- und Wiesengelände soll eine permanente Mountainbike-Strecke entstehen, die auch in den Folgejahren genutzt werden kann. Dagegen wehrt sich nun die Bürgerinitiative proBürgerau. Denn durch die Strecke und Besucher bei Veranstaltungen werde das Naherholungsgebiet verunreinigt, Wald und Wiesen litten darunter. Darüber hinaus gäbe es ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Bernhard Fuchs vom Waldkindergarten, der den Wald nutzt, sieht auch eine Gefährdung von Kindern.

Auch wird von der Initiative kritisiert, dass man spät oder gar nicht informiert wurde. Die Initiative sei zwar grundsätzlich nicht gegen die Mountainbike-WM 2012, aber nicht für diesen Standort. Schon 2009 habe sich die Bürgerinitiative proBürgerau gegen den Ausbau des Sportplatzes Bürgerau gewehrt, der dann aus finanziellen Gründe von der Gemeinde aufgeschoben wurde[1].

Bürgermeister Günter Schied (SPÖ) betonte die Bedeutung dieser Großveranstaltung für die gesamte Region und vertritt die Meinung, sie werde den Radtourismus nachhaltig stärken. Die Bürgerau sei zusammen mit dem Internationalen Radsportverband als einzig möglicher Standort ausgewählt worden. Ausschlaggebend für diese Entscheidung sei die vorhandene Infrastruktur und die Nähe zum Zentrum gewesen. Schied teilte auch mit, dass die Natur nicht Schaden erleide und es auch noch eine Naturschutzverhandlung gäbe[2].

Weiters hielt Schied fest, dass es in Folge sich ... auch nur um zwei bis drei Veranstaltungen jährlich bis 2015 handle und ... bei der permanenten Strecke steht überhaupt noch nicht fest, wie sie ausschaut. Der Chef des Organisationskomitees, Christian Rothart, der weder für die Region noch für die Gemeinde noch für eine Partei arbeitet, meinte, man versuche auf die Anliegen einzugehen. Auch er hätte bereits Bedenken teilweise aufgenommen und so werde das Verkehrskonzept laufend weiterentwickelt. Auch war ihm bewusst, dass es sich bei der Bürgerau um einen sensible Bereich handle. Die WM ist eine Chance, touristisch in diesen Sport hineinzukommen. Das ist ein vernünftiger Sport ohne Emissionen und Lärm, der in die Region passt. So Rothart.

Februar 2011

In einem Flugblatt informierte die Initiative die Bürger von Saalfelden am Steinernen Meer ...Gelebte Demokratie? Aufgrund des aktiven Widerstandes gegen die geplante Strecke, welche auch den Waldkindergarten betrifft, stellte Bürgermeister Günter Schied den Betreibern des Waldkindergartens die Rute ins Fenster - es gäbe keine weitere Unterstützung mehr für den Waldkindergarten und auch der schon in Aussicht gestellten Einzelbewilligung für den Bauer einer Waldkindergartenhütte gab er keine Chance mehr. Damit stellt der Bürgermeister nicht nur der Demokratie in Saalfelden am Steinernen Meer ein schlechtes Zeugnis aus, sondern begeht offensichtlich auch Amtsmissbrauch. Schied äußerte sich dazu, dass man normalerweise rechtliche Schritte einleiten müsse (Vorwurf Amtsmissbrauch), aber er sich nicht auf dieses Niveau begebe. Es seien Lügen. Die Unterstützung entziehe er dem Waldkindergarten ...Aber wenn es von ihrer Seite hier kein Entgegenkommen gibt und kein Kompromiss möglich ist, dann muss ich mich für eine Seite entscheiden. meinte Schied[3].

Genehmigung

Im Spätsommer wurde jedoch der geplante Streckenverlauf von allen Behörden genehmigt.

Quelle

Salzburger Nachrichten, 19. Jänner 2011

Einzelnachweise

  1. oder waren es die gesammelten 2.000 Unterschriften?
  2. vergleiche dazu Tauernmoos-Lift, der entgegen Naturschutzgutachten errichtet wurde, sowie Projekt Stollenbahn Schareck
  3. Salzburger Nachrichten, 3. März 2011