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Christian Wallner

Feier zum 60er
Das Grab von Christian Wallner auf dem Salzburger Kommunalfriedhof

Christian Wallner (* 30. März 1948 in Gmunden, Oberösterreich; † 9. März 2010 in Salzburg) war ein in Salzburg lebender Schriftsteller, Kabarettist, Kolumnist und Essayist.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Wallner lebte und arbeitete seit 1966 in Salzburg. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Thalheim bei Wels. Im benachbarten Wels besuchte er das Realgymnasium. An der Wende von den 1960er zu den 1970er Jahren studierte er Geschichte und Publizistik an der Universität Salzburg. Neben dem Studium begann er mit dem Schreiben von Lyrik und Essays und arbeitete für Tageszeitungen (Salzburger Nachrichten, Demokratisches Volksblatt), für Magazine (Neues Forum), für den ORF und für deutsche Rundfunk- und Fernsehanstalten.

Wallner schrieb Texte für das Theater (Salzburger Kammerspiele), war Dramaturg am Salzburger Landestheater, wirkte als Gastdozent, Jury-Mitglied, schrieb zahlreiche Beiträge in Anthologien und hielt auch immer wieder Seminare für kreatives Schreiben in der Toskana, Italien.

Schon 1975 tritt er als Mitbegründer und Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift "SALZ" in 'Erscheinung. Mit den Fernseharbeiten "Jemand hat diesen schwarzen Himmel verlassen" über Georg Trakl, mit der dreiteiligen Satire "Klausenberger Geschichten" und dem Fernsehspiel "Der Zwiebelturm" über das Schicksal des Dorfgasteiner Pfarrers Andreas Rieser und seine Verschleppung in das KZ Dachau durch die Nazis, widmete sich Wallner der künstlerischen Gestaltung Salzburger Themen.

Seit Mitte der 1970er Jahre begann Wallner die Kabarettszene in Salzburg zu beleben, einerseits durch eigene Kabarettaufführungen mit der von ihm begründeten Gruppe "MotzArt", in der er als Autor und Darsteller wirkt und andererseits seit 1983 als Veranstalter der "MotzArt-Wochen", die der Stadt Auftritte von international anerkannten Größen des Kabaretts bescherte.

Unvergessen sind vielen auch noch die von Wallner geführten Live-Gespräche in den 1990er Jahren mit prominenten Salzburgern, wie Franz Schausberger, Gerhard Buchleitner, Karl Schnell, Lutz Hochstraate, Gérard Mortier, Sepp Forcher, Helga Rabl-Stadler, Bischof Andreas Laun u.a.

Die größte Popularität genoss Wallner bis zuletzt als Verfasser einer allsamstäglich in den Salzburger Nachrichten erscheinenden satirischen Kolumne. Er verstarb kurz vor seinem 62. Geburtstag an einem Krebsleiden. Und fand seine letzte Ruhestätte auf dem Salzburger Kommunalfriedhof.

Werke

  • MotzArt Kolumnen, Satiren, Parodien. Otto Müller Verlag, Salzburg 1998
  • Schatten über Herrenstein Trivialromanparodie. Lübbe 1983
  • Freund und Feind Gedichte. Salzburg 1978

Preise und Auszeichnungen

  • Verleihung des Titels Professor (2005)
  • Goldenes Verdienstzeichen des Landes Salzburg (1998)
  • Staatsstipendium für Literatur (Prosa) (1973)
  • Förderungspreis des Landes Salzburg. (1972)

Literatur

  • Falkensammer, Christine: Christian Wallner. Monographie. Diplomarbeit, Universität Salzburg 1980.

Weblink

Quellen