Franz Schausberger

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Franz Schausberger (2008)

Univ.-Doz. Dr. Franz Schausberger (* 5. Februar 1950 in Steyr, Oberösterreich) war von 1996 bis 2004 Landeshauptmann und ist Historiker.

Leben

Dr. Franz Schausberger studierte von 1968 bis 1973 an der Universität Salzburg Philosophie und promovierte mit einer Arbeit über den Philosophen Nicolai Hartmann. In den folgenden Jahren verfasste Schausberger zahlreiche historische und politikwissenschaftliche Publikationen.

Von 1994 bis 1996 war Dr. Franz Schausberger Lektor am Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Linz. 1996 habilitierte er sich an der Universität Salzburg mit einer Arbeit über die Nationalsozialisten in den österreichischen Landtagen zum Universitätsdozenten für Neuere Österreichische Geschichte. Am 1. Juli 2008 wurde ihm von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Westungarischen Universität in Sopron der Titel "Universitätsprofessor" verliehen. Im Jahr 2014 folgte die Verleihung des Berufstitels "Universitätsprofessor" durch den Österreichischen Bundespräsidenten.

Weltwirtschaftsforum Salzburg am 15. September 2002, v.l. Adrian Nastase, Klaus Mangold, Georg Pappas und Franz Schausberger

Seine politische Laufbahn führte ihn von 1979 bis 1996 in den Salzburger Landtag für die ÖVP Salzburg. Von 1989 bis 1996 war er Klubobmann. Von 1979 bis 1989 war Schausberger Landesparteisekretär der ÖVP Salzburg. 1996 wurde er zum Salzburger Landeshauptmann gewählt und hatte diese Funktion bis 2004 inne. Neben seiner Funktion als Landeshauptmann war er von 1996 bis 2004 auch Landesparteiobmann.

Während seiner Amtszeit als Landeshauptmann initiierte er unter anderem

In Verhandlungen zwischen 1997 und 2001 konnte Schausberger die finanzielle Zusicherung des Bundes für

Landeshauptmann Franz Schausberger im Jahr 2003 bei einem Feuerwehr-Fest in Thalgau
Franz Schausberger beim Festvortrag über Bundeskanzler Rudolf Ramek am 4.3.2016 in Thalgau

Seit 1996 ist Dr. Franz Schausberger Mitglied des Ausschusses der Regionen der EU (AdR) und seit 2004 Vorsitzender der AdR-Kommission für Konstitutionelle Angelegenheiten und Regieren in Europa. Im Dezember 2004 gründete er die Gemeinnützige Stiftung Institut der Regionen Europas (IRE) und agiert seither als dessen Vorstand.

Dr. Schausberger ist seit 1988 in zweiter Ehe mit Mag.a Heidemaria Schausberger-Strobl verheiratet und hat drei Kinder (Martina, Max, Alexander).

2004 wurde Dr. Schausberger mit dem Großkreuz des Ehrenzeichens des Landes Salzburg ausgezeichnet. 2014 wurde er zum Ehrensenator der Paracelsus Medizinische Privatuniversität. 2015 erhielt er den Ring des Landes Salzburg.

Werke

Dr. Franz Schausberger

Eine Auswahl:

  • "Alle an den Galgen!" Der politische "Takeoff" der Hitlerbewegung. Böhlau, Wien, 2005
  • Ins Parlament, um es zu zerstören. Das parlamentarische Agi(ti)eren der Nationalsozialisten in den Landtagen von Wien, Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg nach den Landtagswahlen 1932. Böhlau, Wien, 1995
  • Schausberger, Franz (Hrsg.): Engagement und Bürgersinn. Helmut Schreiner zum Gedenken. Böhlau, Wien, 2002
  • Kriechbaumer, Robert (Hrsg.); Schausberger, Franz (Hrsg.): Volkspartei – Anspruch und Realität. Die Geschichte der ÖVP 19451995. Böhlau, Wien, 1995
  • Dachs, Herbert, Hanisch, Ernst, Floimair, Roland, Schausberger, Franz (Hrsg.): Die Ära Haslauer. Böhlau, Wien, 2001
  • Kriechbaumer, Robert, Schausberger, Franz (Hrsg.): Fast eine Insel der Seligen. Handlungsspielräume regionaler Finanz- und Wirtschaftspolitik am Ende des 20. Jahrhunderts am Beispiel Salzburgs. Böhlau, Wien, 2002

Weblinks

Quellen

  • Lebenslauf von Franz Schausberger auf der Homepage des Instituts der Regionen Europas
  • Verlag Böhlau Wien, Autoren bei Böhlau
  • Schausberger, Franz (Hrsg.): Im Dienste Salzburgs: zur Geschichte der Salzburger ÖVP

Fußnoten

  1. Franz Schausberger erhält Ehrensenatoren-Würde der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität
  2. Robert Kriechbaumer: Umstritten und Prägend. Kultur- und Wissenschaftsbauten in der Stadt Salzburg 1986–2011. Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar 2012, ISBN 978-3-205-78860-7, S. 215.
Landeshauptleute von Salzburg