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David Zwilling Resort

Das David Zwilling Resort ist ein Beherbergungsbetrieb in der Tennengauer Marktgemeinde Abtenau, das heute Lammertal-Resort heißt.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Es wurde vom ex-Skirennläufer David Zwilling 1987 gegründet und ist derzeit (Stand Sommer 2013) verpachtet. Es bestand aus einem Clubrestaurant, einem Campingplatz und 15 Chalets.

2013: Zwilling-Resort: Zwist um die Hochwasserschäden

Das ehemalige David-Zwilling-Resort war Anfang Juni 2013 schwer vom Hochwasser betroffen. Mehr als einen Monat später waren die Schäden noch nicht repariert, der Betrieb war de facto zum Erliegen gekommen. Besitzer David Zwilling und die Pächter, Stefan Buhk und Axel Hofmann-Buhk, sind zerstritten.

Das Wasser der Lammer ließ den Keller komplett volllaufen, das Erdgeschoß war 30 bis 40 Zentimeter unter Wasser gestanden. Seither gibt es im ehemaligen David-Zwilling-Resort kein Warmwasser und keine Heizung mehr. In einem der 15 Chalets, die ebenfalls Teil der Anlage sind, haben die Pächter eine provisorische Warmwasseranlage installieren lassen. Heizung, Warmwasser- und Kühlanlage seien laut Installateur ein Totalschaden. Mehrere Trocknungsfirmen hätten die Anlage besichtigt und einen Kostenvoranschlag erstellt. Zu mehr sei es aber nie gekommen.

Verpächter der Anlage ist die „David Zwilling Vermarktungs GmbH“, die sich je zur Hälfte im Eigentum von David Zwilling und seinem Sohn Mike Zwilling befindet. Repariert oder getrocknet worden war bis Mitte Juli 2013 dato noch nichts. David Zwilling und seine Pächter sind sich nicht einig, wer für die Schäden aufkommen soll. Die Pächter sagen, dass im Pachtvertrag ausdrücklich festgehalten sei, dass der Besitzer für „ernste Schäden“ an den Gebäuden zuständig sei. David Zwilling streitet das gar nicht ab: „Vertraglich müssten wir das richten.“ Das Problem liege aber anderswo: „Wir haben derzeit im Zwilling-Resort Pächter drinnen, mit denen wir nicht so zufrieden sind. Sie führen das Resort nicht so, wie wir das geplant hätten.

Stefan Buhk und Axel Hofmann-Buhk würden gerne im Lammertal-Resort bleiben: „Wir haben auch ein Kaufangebot gemacht, vor und nach dem Hochwasser.“ Die Preisvorstellungen von David Zwilling seien aber „unrealistisch“. David Zwilling bestätigt die Verkaufspläne, „aber wir wollen die Anlage nicht verschenken“.

Die Streitpunkte

Rechtlich ist die Lage eindeutig, es handelt sich um,ernste Schäden‘, und für die muss laut Pachtvertrag der Besitzer aufkommen“, sagen die Pächter. David Zwilling habe ihnen aber klipp und klar gesagt, dass er die Schäden nicht beheben werde. Die Sanierung vom Besitzer vor Gericht einzuklagen, sei rechtlich nicht möglich. „Wir können versuchen, den uns entstandenen Schaden einzuklagen“, sagt Axel Hofmann-Buhk. Dieser gehe wohl in den fünfstelligen Bereich. David Zwilling sieht das anders: „Wir haben derzeit Pächter, mit denen wir nicht so zufrieden sind. Sie führen das Resort nicht so, wie wir das geplant hätten.“ Für die Behebung der Schäden seien zwar die Besitzer zuständig, aber „wir wollen neue Pächter haben. Wir investieren nicht in ein Haus, wenn uns die Pächter derzeit nicht einmal die Pacht zahlen können.“ Auch die vertraglich festgelegte Kooperation mit der Outdoor-Firma von Thomas Humer werde von den Pächtern unterminiert.

Zwilling will eine Million Euro

Es sei klar, dass seine Familie das Resort nicht mehr operativ betreiben werde. Das Kaufangebot der beiden Pächter bezeichnet er allerdings als „lächerlich“: „Sie haben 100.000 Euro geboten. Auch die 350.000 Euro, die sie vor dem Hochwasser geboten haben, sind kein Verkaufspreis. Wir haben ein Schätzgutachten, dass auf mehr als eine Million Euro lautet.“ Natürlich müssten die nun nötigen Reparaturkosten von einem allfälligen Kaufpreis abgezogen werden. Zwilling: „Es kommt natürlich auf den Verwendungszweck an. Wenn die Anlage weiter als Gastronomiebetrieb geführt wird, müssten die Heizung und die Kühlanlagen in einem geschützten Bereich untergebracht werden, nicht mehr im Keller. Dann ist es nicht mehr so tragisch, wenn wieder ein Hochwasser kommen sollte.“ Die Anlage befindet sich unmittelbar neben der Lammer und ist auch vom Hangwasser gefährdet. Zum Zeitpunkt der Errichtung habe es hier keine rote Zone gegeben, erklärt Zwilling. Es habe an dieser Stelle Pläne für ein Lammer-Kraftwerk gegeben, das dann aber nicht umgesetzt worden sei. „Es gibt ein fixfertiges Hochwasserschutzprojekt für diesen Ortsteil, die Umsetzung liegt bei der Gemeinde Abtenau. Wir wollen mit den Nachbarn – 2F-Leuchten, Voglauerhof, Möbelwerke – eine Initiative bilden für einen Hochwasserschutz.

Die Pächter befürchten, dass die Anlage weiteren Schaden nehmen könnte, wenn eine Sanierung nicht bald erfolgen sollte. „Die Trocknungsfirmen vermuten, dass der Estrich mit Schimmelsporen belastet ist. David Zwilling hat ihnen erzählt, dass er die Teppiche nach dem Hochwasser 2002 mit dem Nass-Staubsauger getrocknet hat“, so Axel Hofmann-Buhk. Außerdem seien Schäden durch den Frost im kommenden Winter zu erwarten.

Quelle