Edith Clever

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Edith Clever erhielt am 22. August 2021 aus den Händen von Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler die Festspielnadel mit Rubinen. Im Bild mit Intendant Markus Hinterhäuser und Schauspiel-Leiterin Bettina Hering.

Edith Clever (* 13. Dezember 1940 in Wuppertal, Deutschland) ist eine deutsche Schauspielerin und Regisseurin. Sie ist u. a. bei den Salzburger Festspielen zu erleben.

Edith Clever mit Salzburger Festspielnadel geehrt

Am 22. August 2021 wurde Edith Clever mit der Festspielnadel mit Rubin ausgezeichnet. Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler überreichte der Schauspielerin diese Ehrung nach der jüngsten Jedermann-Vorstellung. Der Jedermann wurde diesen Sommer noch am 23. und 26. August gespielt.

„Es ist den Festspielen ein großes Anliegen und eine Freude, Edith Clever mit der Festspielnadel zu ehren. Denn, darin sind sich Publikum und Kritik einig, wenn Edith Clever spielt, wird daraus stets ein Fest“, bedankte sich Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler namens des Direktoriums bei dieser Ausnahmekünstlerin und zitierte Botho Strauss, in dessen Stücken sie so oft eine prägende Rolle gespielt hat: „Gäbe es eine Sammlung von Exempeln großer Schauspielkunst, kein Wachsfigurenkabinett, sondern eine virtuelle Szenerie, theatre's memory, die Clever fände man dort neben der Duse und Sarah Bernhardt – in neuerer Zeit: der Giehse, der Wessely – lauter Protagonistinnen, bei denen man sich den Vornamen erspart, um sie zum Begriff zu machen und von den gewöhnlichen Talenten zu unterscheiden. Es gibt unzählige gute, sehr gute Schauspieler – aber die vom Stamm der ‚Göttlichen‘, die ganz Außergewöhnlichen sind nur sehr wenige. Wie soll man sie nennen, ohne sich zu übernehmen? Heute heißt es Star, früher war es die Vedette, die Primadonna, die Diva … aber bleiben wir einfach bei der Außergewöhnlichen.“

„Ich bin sehr froh, dass ich Edith Clever nach langer Absenz wieder für die Salzburger Festspiele und insbesondere den Jedermann begeistern konnte. Edith Clever setzt künstlerische Maßstäbe und ist mit ihrer einzigartigen Sprachgestaltung und Durchdringung der Texte für sämtliche Generationen zu einer Ikone geworden. Diese zugleich feinnervige und hochpräzise Ausnahmeschauspielerin bei der Ausübung ihres Berufes beobachten und begleiten zu können, ist eine unglaubliche persönliche Bereicherung sowie ein Glücksfall für das Publikum der Salzburger Festspiele“, sagt Bettina Hering, Leitung Schauspiel.

Edith Clever feierte ihr Festspieldebut am 26. Juli 1994 als Cleopatra in Antonius und Cleopatra in der Inszenierung von Peter Stein, der mit diesem Stück seine Shakespearsche Römertragödien-Trilogie beendet hat.

Bei 54 ihrer bisher 119 Festspielauftritten war die Schauspielerin Teil des Jedermann-Ensembles, in dem sie von 2017 bis 2020 in der Inszenierung von Michael Sturminger Jedermanns Mutter verkörperte. Für den diesjährigen Festspielsommer konnte Bettina Hering, Leiterin des Schauspiels, Edith Clever für die Rolle des Todes gewinnen. „Erst, wenn der gottlose reiche Mann seinen Frieden mit dem Himmel gemacht hat, finden er und der Tod körperlich zusammen und bilden das finale Bild als Pietà. Damit erinnert Sturminger daran, dass Edith Clever, die nun den Tod spielt, mit ebensolcher Grandezza zuvor Jedermanns Mutter gespielt hatte“, schreibt Mathias Hejny in der Abendzeitung über Clever.

Edith Clever bei den Salzburger Festspielen

1994, zehn Mal in der Felsenreitschule Cleopatra in ANTONIUS UND CLEOPATRA von William Shakespeare, Neuinszenierung von Peter Stein, Regie; Dionissis Fotopoulos, Bühne; Emi Wada, Kostüme; Peter Fischer, Musik;
1994, drei Mal im Großen Festspielhaus Rezitantin in OEDIPUS REX von Igor Strawinski, Fassung von Peter Sellars, Kent Nagano, Dirigent; Peter Sellars, Regie; Coop Himmelb(l)au, Bühne; Dunya Ramicova, Kostüme; Wiener Philharmoniker
1995, 14x in der Felsenreitschule Cleopatra in ANTONIUS UND CLEOPATRA von William Shakespeare, Wiederaufnahme, Peter Stein, Regie; Dionissis Fotopoulos, Bühne; Emi Wada, Kostüme; Peter Fischer, Musik;
1996, 22. August im Salzburger Landestheater Lesung Novalis · Heinrich von Ofterdingen; Novalis · Klingsohrs Märchen
1996, fünf Mal im Kleinen Festspielhaus Titania in OBERON von Carl Maria von Weber, Sylvain Cambreling, Dirigent; Klaus Metzger, Regie; Klaus Kretschmer, Bühne; Robby Duiveman, Kostüme;

Salzburger Marionettentheater, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, Philharmonia Orchestra

1997, 28. August, Großes Festspielhaus ORCHESTERKONZERT Felix Mendelssohn Bartholdy Auszüge aus Ein Sommernachtstraum op. 61, Claudio Abbado, Dirigent; Berliner Philharmoniker
1997, 16 Mal am Salzburger Landestheater Marion in DANTONS TOD von Georg Büchner, Robert Wilson, Regie und Bühne; Frida Parmeggiani, Kostüme; Thierry De Mey, Musik;
2017, 14 Mal am Domplatz Jedermanns Mutter in Jedermann von Hugo von Hofmannsthal, Neuinszenierung, Michael Sturminger, Regie; Renate Martin, Andreas Donhauser, Bühne und Kostüme; mathias rüegg, Komposition und musikalische Leitung;
2017, 9. August im Salzburger Landestheater Lesung Arthur Schnitzler · Fräulein Else
2018, ein Mal am Domplatz Jedermanns Mutter in Jedermann von Hugo von Hofmannsthal, Wiederaufnahme, Michael Sturminger, Regie; Renate Martin, Andreas Donhauser, Bühne und Kostüme; Wolfgang Mitterer, Komposition;
2019, 14 Mal am Domplatz Jedermanns Mutter in Jedermann von Hugo von Hofmannsthal, Wiederaufnahme, Michael Sturminger, Regie; Renate Martin, Andreas Donhauser, Bühne und Kostüme; Wolfgang Mitterer, Komposition;
2020, 14 Mal am Domplatz Jedermanns Mutter in Jedermann von Hugo von Hofmannsthal, Wiederaufnahme, Michael Sturminger, Regie; Renate Martin, Andreas Donhauser, Bühne und Kostüme; Wolfgang Mitterer, Komposition;
2021, 14 Mal am Domplatz Jedermanns Mutter in Jedermann von Hugo von Hofmannsthal, Wiederaufnahme, Michael Sturminger, Regie; Renate Martin, Andreas Donhauser, Bühne und Kostüme; Wolfgang Mitterer, Komposition;

Quelle