Haus für Mozart

Aus Salzburgwiki
(Weitergeleitet von Kleines Festspielhaus)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Haus für Mozart, Kleines Festspielhaus in Salzburg, Nachtaufnahme im Juli 2011
Karte
Blick von der Bühne in den Zuschauerraum
Bühne Haus für Mozart Salzburg
Haus für Mozart Faistauer-Foyer 2
Theatralische Masken von Jakob Adlhart über dem Eingang zum 'Haus für Mozart' und zur 'Felsenreitschule'

Das Haus für Mozart ist ein Veranstaltungshaus in der Salzburger Altstadt in einem ehemaligen Teil des Hofmarstalls. Es wurde im Sommer 2006 neu eröffnet.

Geschichte

Das heutige Haus für Mozart war Teil des Hofmarstalls, der 1607 von Fürsterzbischof Wolf Dietrich errichtet worden war. Später entstanden dann die Sommer- und die beiden Winterreitschulen, eine ist das heutige Haus für Mozart, die andere der heutige Karl-Böhm-Saal, ehemals Stadtsaal.

Nach der Funktion als Teil des fürsterzbischöfliche Hofmarstall wurde hier Im Winter 19241925 das erste Salzburger Festspielhaus installiert, neben dem es auch den Stadtsaal gab und auch das Haus der Natur bis 1956 untergebracht war. Ab 1960 nannte man es das Kleine Festspielhaus, seit 2006 Haus für Mozart.

Im Winter 1924–1925 erfolge der ersten Umbau zum später so genannten kleinen Festspielhaus für die Salzburger Festspiele unter Architekt Eduard Hütter. Am 13. August wurde das Haus mit Hugo von Hofmannsthals Drama "Das Salzburger Große Welttheater" eröffnet. 1926 wurde es für 1 200 Personen erweitert. 19371938 folgte ein weiterer Ausbau, beide unter Architekt Clemens Holzmeister. Der Saal wurde dabei um 180 Grad gedreht und das Bühnenhaus kam auf die Seite der Clemens-Holzmeister-Stiege im Toscaninihof. Der Zuschauerraum fasste dann 1 682 Personen. Nochmals 1939 wurde es von Benno von Arent umgebaut.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs beschlagnahmten die amerikanischen Besatzungstruppen das Festspielhaus für Veranstaltungen für Amerikaner. Das Auf Wunsch des Oberkommandierenden der amerikanischen Streitkräfte im Lande Salzburg, General Harry J. Collins, wurde das Festspielhaus im Jänner 1947 wieder den österreichischen Behörden übergeben. Die Armee verwendete ab diesem Zeitpunkt für ihre Zwecke das Lifka Kino. Der Präsident der Festspielhaus-Gemeinde, Heinrich Puthon, hatte auf Anregung von Landeshauptmann Ing. Albert Hochleitner, im Einvernehmen mit der Leitung des Lifka Kinos seine Zustimmung erteilt, dass im Festspielhaus neben Opernaufführungen täglich zwei Kinovorstellungen, beginnend am 2. Februar 1947 in der Zeit von 16 Uhr bis 19 Uhr abgehalten wurden.

Der Stadtsaal, Teil der ehemaligen Winterreitschule (1926 durch Holzmeister umgestaltet) enthält ein Deckenfresko von Johann Michael Rottmayr und Christof Lederwasch. Nach Übersiedlung des Hauses der Natur (das ebenfalls in diesem Teil des Hofmarstalls untergebracht war) in das ehemalige Ursulinenkloster (1956) erfolgte bis 1960 der Neubau des Großen Festspielhauses nach Plänen von Clemens Holzmeister im nördlichen Teil des ehemaligen Hofmarstalls. Das kleine Festspielhaus wurde neuerlich umgebaut und am 29. Juli 1963 mit der Aufführung von Le Nozze di Figaro seiner Bestimmung übergeben.

2004 begann man mit dem Umbau des Kleinen Festspielhauses, der im Mozart-Jubiläumsjahr fertiggestellt war und am 25. Juni 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Bemerkenswert ist auch das Faistauer-Foyer mit Fresken von Anton Faistauer.

Ereignisse

Am 13. Mai 1951 gab Zarah Leander ein Konzert im Festspielhaus unter der Begleitung der Kapelle Heinz Sandauer. Das begeisterte Publikum war nur durch das Abschalten des Lichtes dazu zu bewegen, den Saal zu verlassen.

Am 26. Mai 1951 sprach der frühere deutsche Reichsbankpräsident des NS-Regimes, Hjalmar Schacht, zum Abschluss der „Europawoche“ im vollbesetzten Festspielhaus über Wirtschafts- und Finanzprobleme Europas; ein gegen den Auftritt Schachts protestierender Zuhörer wurde aus dem Saal gedrängt;

Bilder

 Haus für Mozart – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki
 Haus für Mozart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quellen