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Egbert Mannlicher

Dr. Egbert Mannlicher (* 21. Februar 1882 in Wien; † 5. Oktober 1973 in Oberalm) war ein namhafter österreichischer Verfassungs- und Verwaltungsjurist.

Leben

Mannlicher war in den 1920er-Jahren Abteilungsleiter im Bundeskanzleramt; er hatte an den Vorarbeiten zur Bundesverfassung (1920) und noch mehr an denen zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen (1925) hervorragenden Anteil. Im Jahr 1930 wurde er als Senatspräsident an den Verwaltungsgerichtshof berufen. 1934 wurde er vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Nach dem Anschluss reaktiviert, übernahm er 1938 die Leitung der Verwaltungsakademie Wien, 1939 auch der Verwaltungsakademien Linz und Salzburg. Von 1939 an war er wieder am Verwaltungsgerichtshof – der mittlerweile in „Reichsverwaltungsgericht (Außensenate Wien)“ umbenannt war – als Senatspräsident tätig. 1945 wurde er, da nationalsozialistisch belastet, seines Amtes enthoben. Von 1946 bis 1947 war er interniert, eine strafrechtliche Voruntersuchung wurde 1948 eingestellt.

Von 1949 bis 1971 war Mannlicher als Rechtsanwalt in Salzburg tätig.

Als im Jahr 1970 das fünfzigjährige Bestehen der Bundesverfassung feierlich begangen wurde, wurde Mannlicher mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet.

Weiterführend

Für Informationen zu Egbert Mannlicher, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quellen