Elfriede Karl

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Elfriede Karl (* 14. September 1933 in Salzburg) ist eine ehemalige österreichische Politikerin (SPÖ).

Leben

Elfriede Karl absolvierte eine kaufmännische Lehre und wurde zunächst Verkäuferin. Von 1953 bis 1960 arbeitete sie als Stenotypistin in der Salzburger Landesleitung der Gewerkschaft der Bau- und Holzarbeiter, ab 1961 war sie bei der Kammer für Arbeiter und Angestellte angestellt.

Frühzeitig war sie in der Gewerkschaftsbewegung aktiv; 1954 wurde sie Vorsitzende der Gewerkschaftsjugend. Diese Funktion bekleidete sie zwei Jahre lang bis zu ihrem Wechsel in die Junge Generation in der SPÖ. Weitere Stationen ihrer Parteilaufbahn waren der Landesparteivorstand der SPÖ Salzburg und der stellvertretende Vorsitz dieser Landesorganisation.

Im November 1971 holte Bundeskanzler Dr. Kreisky die damals 38-Jährige als Staatssekretärin für Familienpolitik und Frauenfragen ins Bundeskanzleramt. Von 1979 bis zum Ende der SPÖ-Alleinregierung im Mai 1983 war sie Staatssekretärin im Bundesministerium für Finanzen, von 1974 bis 1983 auch Abgeordnete zum Nationalrat. Von 1983 bis 1984 wirkte sie in der Regierung Sinowatz als Bundesministerin für Familie, Jugend und Konsumentenschutz. Von 1984 bis 1990 war sie nochmals Abgeordnete zum Nationalrat.

Ihr besonderes Engagement galt der Frauen- und die Familienpolitik. In ihrer Amtszeit als Bundesministerin wurden die Verlängerung des Karenzurlaubs auf zwei Jahre und die Möglichkeit der partnerschaftlichen Teilung des Karenzurlaubs (1990) beschlossen. Außerdem trat sie dafür ein, Unverheiratete mit Kindern und Alleinerziehende in die Familienförderung einzubeziehen.

Quellen

Weblinks