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Faistauer-Foyer

Faistauer-Foyer, Panorama, 360 Grad
Ansicht des Faistauer-Foyers
Faistauer-Foyer, Ansicht: West nach Ost
Faistauer-Foyer, Ansicht: Ost nach West
Faistauer-Foyer, Ansicht: Nord nach Süd

Das Faistauer-Foyer ist eine Vorhalle im Eingangsbereich zu Haus für Mozart, Felsenreitschule und Karl-Böhm-Saal, die vom Salzburger Künstler Anton Faistauer künstlerisch ausgestaltet wurde. Es gilt als signifikantes Dokument des österreichischen Expressionismus.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Winter 1924/25 erfolge der erste Umbau des ehemaligen Hofmarstalls zum - später so genannten - kleinen Festspielhaus für die Salzburger Festspiele nach Plänen von Architekt Clemens Holzmeister.

1926/1927 malte Anton Faistauer in 40 Tagen mit Gehilfen das Foyer des Salzburger Festspielhauses in Seccotechnik aus. Die Fresken bedecken rund 350 Quadratmeter und zeigen über 200 Figuren. Dieses Werk bedeutete für Anton Faistauer den internationalen Durchbruch.

1939 nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten kam es zur Abnahme der Fresken, durchgeführt von Alberto Susat, einem Schüler von Faistauer. Die zwölf Jahre alten Fresken wurden in wenigen Wochen strappiert, auf Leinwand kaschiert und gelagert.

1956 gelang Alberto Susat eine originalgetreue Wiederherstellung durch Aufhängen der auf Faserplatten aufgezogenen Leinwände.

2006 wurde das Foyer dank großzügiger Unterstützung durch Senator h.c. Prof. DDr. Herbert Batliner und aus Mittel der Denkmalpflege des Bundes restauriert und um weitere bisher fehlende Bereiche ergänzt.

Bei der Restaurierung des Faistauer Foyers im Festspielhaus Salzburg spielte die hochmoderne Drucktechnik der Firma Stainer eine wichtige Rolle. Die Idee des Restaurators Mag. Tinzl, war es, die Fehlstellen nicht detailgetreu in den Farben zu ersetzen, sondern die Malerei auf demselben Grundmaterial zu reproduzieren. Als technische Lösung eignete sich hervorragend eine Digitaldruck-Maschine, mit welcher starre Materialien bis zu einer Stärke von 40 mm bedruckt werden können. Für das Faistauer Foyer wurde auf 12 mm Sperrholzplatten eine Putzschicht aufgetragen und in den gewünschten Grundfarben hergestellt und in Form geschnitten. Anschließend wurden aus alten Archivaufnahmen in mühevoller Kleinarbeit die Motiv-Daten erstellt und diese dann digital direkt auf den Putz gedruckt.

Als Ergebnis präsentiert sich das restaurierte Faistauer Foyer in einer gelungenen Kombination aus erhaltenem und instand gesetztem Kulturgut und dem ergänzenden Einsatz modernster Drucktechnik.

Beschreibung

Das Faistauer-Foyer ist in sechs Themengruppen gegliedert

  • allegorische Figuren und Gestalten aus der Mythologie
  • religiöse und theatralische Szenen, wie die Tischgesellschaft aus dem ersten Akt des Jedermann von Hugo von Hofmannsthal
  • Aufnahme des Menschen ins Himmelreich, sog. "Mirakel"-Szene
  • Verherrlichung der Macht der Musik, sog. "Cäcilienwand"
  • Portraits des Architekten Clemens Holzmeister und des Landeshauptmanns Dr. Franz Rehrl
  • Selbstbildnis Anton Faistauers an der sog. "Werkleutewand"

Bilder

  Faistauer-Foyer – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen