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Anton Faistauer

Altar und Fresken Stabelbergkapelle von Faistauer in Maishofen
Fresken im Hauptschiff der Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus von Faistauer in Salzburg-Morzg
Faistauer-Foyer von Faistauer, Ansicht: West nach Ost
Gnadenstuhl der Dreifaltigkeit am Collegium Benedictinum von Faistauer

Anton Faistauer (* 14. Februar 1887 in St. Martin bei Lofer auf Schloss Grubhof; † 13. Februar 1930 in Wien) war einer der wichtigsten Pioniere der modernen Malerei in Österreich und bis heute einer der bekanntesten Salzburger Maler. Seine künstlerische Entwicklung war von der Auseinandersetzung mit dem Werk Paul Cézannes gekennzeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Faistauer und Salzburg

Anton Faistauer verbrachte Kindheit und Jugend in Maishofen, besuchte in Hall in Tirol und in Innsbruck das Gymnasium und begann sein Studium an der Wiener Kunstakademie.

Faistauer verließ 1909 aus Protest die Wiener Kunstakademie und organisierte die "Neukunstgruppe" mit namhaften Kollegen wie Schiele und Kolig. Nach dem Ersten Weltkrieg zog Faistauer zurück in seinen Pinzgauer Heimatort Maishofen und arbeitete am "Großen Salzburger Votivaltar", der heute im Museum Rupertinum in Salzburg zu sehen ist. Zu seinen Werken aus dieser Zeit zählen auch die Fresken in der Stabelbergkapelle bei Maishofen. Abseits der großen Arbeiten gestaltete Faistauer auch das 1920 von der Gemeinde Maishofen aufgelegte Notgeld. 1925 gründete er den Sonderbund.

Faistauer war 1918 gemeinsam mit seinem Kollegen Felix Albrecht Harta an der Gründung der Künstlergruppe "Der Wassermann" beteiligt. Von 1920 bis 1927 lebte er in der Stadt Salzburg. Zu seinen Hauptwerken, die heute einen besonderen Anziehungspunkt darstellen, zählen:

"Gnadenstuhl der Dreifaltigkeit " (Unitas in Trinitate - Trinitate in Unitas), 1925.
"Gnadenbild Maria Plain und Salzburg", 1926
  • die Fresken im (kleinen) Festspielhaus, 1926/1927, die jetzt das Foyer des Hauses für Mozart zieren, und die Faistauer weltweit bekannt machten.

1927 zog Faistauer nach Wien.

Zu seinen Schülern zählt Josef Schulz, der Faistauer als seinen künstlerischen Mentor und Vorbild sah.

Seine internationale Bedeutung lässt sich daran erkennen, dass er schon zu Lebzeiten neben Wien und Salzburg unter anderem in Budapest, Prag, München, Stuttgart, Düsseldorf, Köln, Dresden, Leipzig, Berlin, Brüssel, Amsterdam, Rotterdam, Stockholm, Zürich, London, Paris und in den USA ausgestellt wurde.

Anton Faistauer starb kurz vor seinem 43. Geburtstag nach einer Magenoperation in Wien und wurde in Maishofen begraben.

In der Stadt Salzburg ist die Faistauergasse in der Josefiau nach dem Maler benannt. In seiner Heimatgemeinde wurde 2004 das Anton-Faistauer-Forum gegründet. Auch in Wien existiert seit 1931 eine Faistauergasse.

Preise

Das Land Salzburg vergibt seit 1972 alle drei Jahre den Anton-Faistauer-Preis für Malerei, zu dem seit 1979 österreichische Künstler unter 40 Jahren eingeladen werden.

Auf den Spuren des Malers Anton Faistauer

"Unter diesem Motto wurde im Juli 2010 ein Wanderweg mit der Bezeichnung Anton-Faistauer-Weg eröffnet, der an über zehn Stationen die Beziehung des Künstlers zu Maishofen veranschaulicht. Großformatige Tafeln informieren über biografische Details, über das Verhältnis zu seinen Landsleuten und darüber, wie wichtig Faistauer die künstlerische Auseinandersetzung mit der heimatlichen Landschaft war." Dieser Weg, der auf Initiative des Maishofener Tourismusverbandes und des Anton-Faistauer-Forum entstanden ist, führt auch zur Stabelbergkapelle am Fuß der Sausteigen.

Diesem Projekt wurde im April 2010 der Zipfer Tourismus Jurypreis des Landes Salzburg zugesprochen.

Bilder von Werken des Künstlers

 Bilder von Werken des Künstlers – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

Weblink