Felsenkeller (Marstall)

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Der Felsenkeller unter der Clemens-Holzmeister-Stiege in Toscaninihof in der Salzburger Altstadt ist ein alter Felsenkeller.

Geschichte

1683 wurde die Sommerreitschule erbaut und zur gleichen Zeit im Hof des fürsterzbischöflichen Hofmarstalles aus dem Mönchsberg ein großer Keller aus dem Konglomeratfelsen herausgebrochen.

Nach der Säkularisation 1803 ging der Hofmarstall an das k. k. Militärärar und wurde von diesem zu einer Kavallerie- und Infanteriekaserne umfunktioniert. In einem alten Hypothekenbuch heißt es: „Das k. k. Militärärar verkaufte laut Kaufurkunde vom 16. Juni 1856 den Felsenkeller im ehemaligen hochfürstlichen Hofmarstall an Georg Weickl, bürgerlicher Weinhändler, um 2.000 Gulden." 1870 erbte ihn der Sohn Ignaz Weickl, der 1872 den Keller an Johann Badigruber, Tigerwirt um 1.800 Gulden verkaufte. 1876 erfolgte die Einantwortung an Anton Bädigruber und 1880 Rückkauf durch Ignaz Weickl.

Einige Jahre vor dem Ersten Weltkrieg wurde Ignaz Weickl vom Kommando der Marstall-Kaserne die Zufahrt zu seinem Keller verboten, worauf Weickl den Weg der gerichtlichen Klage betrat. Da das k. k. Militärärar immer wieder einen Rekurs erhob, durchlief der Prozess alle Instanzen, jedoch behielt Weickl stets Recht. Daher musste das k.k. Militärärar zuletzt Schadenersatz leisten und alle Prozesskosten zahlen.

1911 erbte Richard Weickl den Keller.

1929 kaufte die Stadtgemeinde Salzburg den Keller um 15.000 Schilling und vereinigte den Keller wieder mit dem Stammobjekt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde er als Luftschutzraum gegen Luftangriffe genutzt.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde er durch die Salzburger Festspiele zunächst als Lagerraum und dann durch die Freunde der Salzburger Festspiele genutzt.

Bar und Club

Seit 2014 wird der Felsenkeller als Nachtclub (Felsenkeller Bar & Club) genutzt.

Quellen

  • Quelle ist der Originalartikel, der ursprünglich von einem nun anonymen Benutzer als erster Bearbeiter erstellt wurde. Näheres siehe hier;