Festes Haus

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Das Feste Haus liegt in der Entwicklung von Wehranlagen in der Phase zwischen der Fliehburg und der Hochmittelalterlichen Burg.

Lage und Entwicklung

„Festes Haus“ nennt man jenen Bau, der in Weiterentwicklung der Fliehburgen innerhalb des Schutzwalles errichtet wurde. Fliehburgen waren Wehranlagen in Höhen- oder auch in Sumpflagen, die ursprünglich nur mit einem Erdwall und später auch mit Palisadenzäunen geschützt waren. Erst später errichtete man innerhalb des Walles, resp. des Palisadenzaunes, ein „Festes Haus“.

Bauweise

Dieses war ursprünglich ein hölzerner Blockbau. Er ermöglichte einen besseren Auslug und eine wirksamere Verteidigung als der bloße Wall. Dieser Phase folgte die Errichtung eines Steinhauses anstelle des hölzernen Blockbaues. Auch wurde der Wall vom Steinwall über Trockenmauern zum mörtelgebundenen Bauwerk weiter entwickelt. Durch diese Bautechniken konnte man den durch die natürliche Lage bereits gegebenen Schutz wesentlich verbessern, man konnte höher bauen und den Grundriss feingliedriger gestalten. Nach und nach errichtete man um dieses feste Haus weitere Objekte. Das feste Haus ist als Keimzelle der hochmittelalterlichen Burgen anzusehen, um das je nach Lage alle weiteren baulichen Objekte gruppiert wurden. Dies obwohl ein „Festes Haus“ nur in den seltensten Fällen heute noch nachgewiesen werden kann.

Hinweise auf den ehemaligen Bestand eines festen Hauses gibt es auf dem Bürgkogel bei Kaprun. Auch auf der Ratzensteinhöhe ist ein solches zu vermuten, dort fanden aber bisher keine archäologischen Untersuchungen statt.

Quellen