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Fliehburg

Weberpalfen oder Burgstall in Gries im Pinzgau

Eine Fliehburg ist ein befestigter Platz in Höhen- oder in Sumpf- oder Moorlage, in dem Menschen in den Zeiten der Völkerwanderung und der Slawen- und Ungarneinfälle Schutz und Zuflucht suchten.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Fliehburgstandorte waren Plätze in Höhenlagen (in Salzburg seltener in Sumpflagen), auf denen oft schon in prähistorischer Zeit befestigte Siedlungen bestanden haben. Sie wurden in Zeiten der Gefahr von der umliegenden Bevölkerung wieder aufgesucht.

Bauweise

Diese Fliehburgen sind als früheste feste Plätze in unserer geschichtlichen Zeit anzusehen und waren zuerst mit Erdwällen gesichert. Fliehburgen waren teilweise großräumige Anlagen, an deren wehrtechnisch gesehenen Schwachstellen verstärkte und erhöhte Erdwälle angelegt wurden. Diese wurden häufig mit Palisadenzäunen verstärkt, später wurde der gesamte Schutzwall mit solchen Palisaden versehen. Der Übergang von reinen Erdwällen zu Steinwällen vollzog sich ebenfalls rasch. Um innere Steinringe konnten aber bis ins hohe Mittelalter weiterhin Erdwälle erhalten oder angelegt werden.

Fliehburgen im Salzburger Land

Hier werden einige Beispiele ohne Anspruch auf Vollständigkeit aufgezählt:

Quellen

  • Friederike Zaisberger, Walter Schlegel, Burgen und Schlösser in Salzburg, Pinzgau, Pongau, Lungau, Birken Verlag, Wien, 1978
  • Salzburgwiki, Stichwort Filialkirche zum Heiligen Jakobus in Unzing