Franz Hinterholzer

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Selbstporträt aus dem Jahr 1890

Franz Hinterholzer (* 15. Dezember 1851 in Salzburg; † 22. Oktober 1928 ebenda) war Maler und zählte zu den führenden Landschaftsmalern Österreichs.

Leben

Hinterholzer absolvierte die Akademie in München, unternahm Reisen nach Norddeutschland, Italien und Frankreich und kehrte 1886 nach Salzburg zurück. 1895 heiratete er Maria Rotter und arbeitete fortan nicht mehr im Künstlerhaus, sondern in seiner Wohnung, in der Müllner Hauptstraße 38.

Wie der Kustos der Sonderausstellung 2002, Nikolaus Schaffer, herausfand, engagierte sich der Maler für die Erhaltung der Natur im Umkreis der Stadt, wo er seine Motive fand, vor allem Moorlandschaften, Alleen. Schaffer rechnet den Künstler, der übrigens auch fotografierte, dem österreichischen Stimmungsrealismus zu. In diesem Genre zählt er gewiss zu den Besten. Er löste in Salzburg Josef Mayburger ab, der die Landschaft ins Heroische stilisierte. Hinterholzer dagegen suchte nicht nach ausgefallenen Schauplätzen, wenn auch die Wolkenstimmungen hie und da dramatisch aufgeladen erscheinen und die Stimmung ins Unheimliche kippt.

Hinterholzer war Hofmaler der in Salzburg residierenden Familie Habsburg-Toskana, die ihm 1905 ein Adelsprädikat erteilte. Aus seiner privaten Schule gingen die Künstler Franz Kulstrunk und Anton Steinhart hervor.

Sein Lebensabend war verdüstert − im wörtlichen Sinn, weil er erblindete, und im übertragenen, weil er 1918 seine materielle Existenz verlor und sich von neueren Tendenzen in der Malerei zurückgedrängt sah. In seinen letzten Lebensjahren lebte er von einer Gnadenpension. Sein Grab befindet sich auf dem Salzburger Kommunalfriedhof.

Nach seinem Tode geriet er vollständig in Vergessenheit, bevor das Salzburger Museum Carolino Augusteum 2002 ihm aus Anlass des 150. Geburtstages eine Sonderausstellung widmete.

In der Stadt Salzburg ist der Franz-Hinterholzer-Kai nach dem Maler benannt worden.

Quellen