Habsburger

Aus Salzburgwiki
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Die Habsburger waren ein europäisches, insbesondere deutsches und österreichisches, Herrschergeschlecht.

Allgemein

Die Grafen von Habsburg hatten im Hochmittelalter Besitzungen vor allem in der heutigen Schweiz.

Mit Rudolf von Habsburg († 1291) stellten sie erstmals einen deutschen König und vergrößerten ihre Besitzungen (1282) um die Herzogtümer (Ober- und Nieder-)Österreich und die Steiermark.

In der Folge regierten sie jahrhundertelang ua.

Das eigentliche Haus Habsburg starb 1740 mit Kaiser Karl VI. im Mannesstamme aus und wurde durch das von dessen Tochter zusammen mit Herzog Franz von Lothringen (ab 1745: Kaiser Franz I.) begründete Haus Habsburg-Lothringen fortgesetzt.

Salzburgbezug

Die Habsburger als Reichsfürstenhaus

Durch die Erwerbung (Ober- und Nieder-)Österreichs und der Steiermark (1282), Unterkärntens (1335), Tirols (1363), Oberkärntens (1460) sowie der Vorderen Grafschaft Görz in Osttirol (1500) wurden die Habsburger Nachbarn der Salzburger Fürstbischöfe, ja ihre Territorien schlossen das salzburgische Gebiet weitgehend ein.

Als deutsche Könige und römische Kaiser waren die Habsburger die Oberherren des Fürsterzbischofs von Salzburg.

Nachdem das fürsterzbischöfliche Salzburg schon im „Ungarischen Krieg“ (1479 – 1490) gegen die Habsburger den Kürzeren gezogen hatte, musste es im Jahr 1535 auch deren Landeshoheit über die in Steiermark und Kärnten gelegenen Salzburger Ausländischen Herrschaften anerkennen.

Nachdem die Habsburger, unterstützt von Domdechant Wilhelm von Trauttmansdorff, 1580 vergeblich versucht hatten, einen der ihren zum Erzbischof von Salzburg wählen zu lassen, beschloss das Domkapitel 1606 gar das „Ewige Statut“, wonach nie ein bayerischer Prinz oder österreichischer Erzherzog Erzbischof werden dürfe.

Jedenfalls waren drei Angehörige des Hauses Mitglieder des Salzburger Domkapitels:

  1. Leopold Erzherzog von Österreich (* 9. Oktober 1586): Ab 8. August 1596
  2. Carl Erzherzog von Österreich (* 7. August 1590; † 1625): Ab 18. Mai 1602; später Vizekönig von Portugal
  3. Sigmund Franz Erzherzog von Oesterreich († 1665): 1645 oder vorher bis 1664 (resigniert zugunsten des Sigmund Ignaz von Wolkenstein); 1646 - 1653 Bischof von Augsburg, 1653 Bischof von Gurk

Die Habsburger als Salzburger Herrscherhaus

Als im Jahr 1803 das Erzstift in ein weltliches Fürstentum umgewandelt und mit der Kurfürstenwürde ausgestattet wurde, begann die habsburgische Herrschaft: Von 1803 bis 1806 regierte Kurfürst Ferdinand III. von Toskana, dann wurde Salzburg (bis 1809 und wieder ab 1816) österreichisch (und blieb damit habsburgisch).

Damit traten auch einige Angehörige des österreichischen Kaiserhauses in Beziehung zu Stadt und Land Salzburg: Kaiser Franz, sein Bruder Erzherzog Johann, seine Witwe Karoline Auguste; Kaiser Franz Joseph I., sein Bruder Erzherzog Ludwig Viktor, der unglückliche Erzherzog-Thronfolger Franz Ferdinand. Großherzog Ferdinand IV. von Toskana (Enkel des Kurfürsten Ferdinand, der von 1790 bis 1801 und von 1815 bis 1824 als Ferdinand III. Großfürst von Toskana war) lebte nach 1858 im (nunmehrigen) Toskanatrakt der Salzburger Residenz. Kronprinz Rudolf verbrachte in Anif in der Villa Swoboda seine Flitterwochen, Erzherzog Eugen besaß die Festung Hohenwerfen.

Einige Persönlichkeiten des Kaiserhauses, die selbst keine solche mehr oder minder nahe Beziehung zu Salzburg hatten, blieben immerhin durch ihren Namen der Stadt verbunden: Das Salzburger Hausregiment erhielt den Namen Erzherzog Rainers, die Elisabeth-Vorstadt den Namen der Kaiserin.

Auch Straßenbenennungen und andere Namensgebungen erinnern an das Kaiserhaus:
So in der Stadt Salzburg Franz-Joseph-Straße und Franz-Josef-Kai, Elisabethstraße und Elisabethkai, Rudolfsplatz und Rudolfskai, der Giselakai, die Ludwig-Viktor-Gasse (früher auch der Ludwig-Viktor-Platz), die Rainerstraße, die Erzherzog-Eugen-Straße, die Karolinenbrücke.

Heutige Vertreter

Quellen

  • Verlinkte Salzburgwiki-Artikel
  • Wikipedia

Weiterführend

Für Informationen, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zB