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Anton Steinhart

Prof. Anton Steinhart (* 17. Jänner 1889 in der Stadt Salzburg; † 11. Dezember 1964 ebenda) war ein Salzburger Fotograf, Maler und Zeichner.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Steinhart entstammte einer bürgerlichen Salzburger Familie. Schon als Kind besuchte er auf eigenen Wunsch die private Malschule des Salzburger Landschaftsmalers Franz Hinterholzer. Steinhart reiste nach England und Italien und studierte in München und Paris. Von 1915 bis 1918 nahm er am Ersten Weltkrieg teil.

Ab 1918 war Steinhart in Salzburg wohnhaft. Seine Schwester Betty Platter führte das renommierte Salzburger Geschäft Photo Ellinger, welches die Salzburger Festspiele seit ihrer Gründung 1920 dokumentierte. Steinhart arbeitete auch regelmäßig als Fotograf bei Photo Ellinger, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. So entstanden auch zahlreiche Skizzen und Rohrfederzeichnungen von Aufführungen der Festspiele, die er 1960 in einer Mappe bei Friedrich Welz publizierte.

Neben den vielen Rohrfederzeichnungen entstanden auch Ölgemälde, deren Sujets zumeist Landschaften waren. Zahlreiche Bilder fertigte Steinhart auf seinen monatelangen Italien-Aufenthalten an. Steinhart war eng befreundet mit dem fast gleichaltrigen Anton Faistauer sowie mit dem Zeichner Alfred Kubin, dem Maler Anton Kolig und dem Jugendstilmaler Carl Moll.

Die meisten Bilder Steinharts befinden sich im Salzburg Museum, im Museum der Moderne Salzburg und der Albertina sowie in Privatbesitz.

Er Mitglied des Salzburger Sonderbundes österreichischer Künstler. Mit der Zeit wurden seine Werke in vielen Ausstellungen gezeigt und erhielten auf diese Weise einen Bekanntheitsgrad über Österreich hinaus. Noch heute sind einige der Bilder in großen Galerien in Wien, München, Florenz etc. vertreten. Weiters gilt Steinhart als Schöpfer der "Festspielmappe 1920 bis 1960".

Ehrungen

1964 wurde Anton Steinhart der Ring des Landes Salzburg verliehen.

Die Anton-Steinhart-Straße in der Josefiau im Stadtteil Salzburg Süd wurde nach ihm benannt.

Ausstellungen

  • 1943 Ausstellung „Junge Kunst im Deutschen Reich“ im Wiener Künstlerhaus
  • 1945 und 1949 Albertina in Wien
  • 1956 Neue Galerie Wolfgang Gurlitt-Museum in Linz

Werke

  • Rohrfederzeichnungen Aus der Festspielmappe 1926–60. Anton Steinhart, Salzburg 1960
  • Ringen mit dem Engel. Künstlerbriefe 1933 bis 1955. Alfred Kubin, Anton Kolig und Carl Moll an Anton Steinhart, hrsg. von Hans Kutschera, Salzburg-Stuttgart 1964
  • Salzburg: Stadt, Land, Festspiele. 25 Rohrfederzeichnungen; Salzburg: Müller, 1947
  • Aus der Festspielmappe; aus Anlass des 40jährigen Bestehens der Salzburger Festspiele 1920–1960; Salzburg: Verl. Galerie Welz, 1960

Literatur

  • Steinhart, Anton. In: Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 4: Q–U. E. A. Seemann, Leipzig 1958, S. 355.
  • Franz Fuhrmann, Anton Steinhart, Lotte Sieber: Anton Steinhart: Der Maler und Zeichner. Residenz Verlag, Salzburg 1975, OCLC 2230194.
  • Annemarie Ingram, Anton Steinhart: Anton Steinhart in memoriam. Malerei und Graphik. Residenzgalerie, Salzburg 1966, OCLC 165505504. Katalog der Ausstellung, Salzburg, Residenz, 1966 und Graz, Kulturhaus, Oktober 1966.

Quellen