Franz Kulstrunk

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Professor Franz Kulstrunk ca. 1920

Franz Kulstrunk (* 5. Februar 1861 in Radstadt; † 8. Dezember 1944 in Salzburg) war ein Lehrer und ein Maler in Salzburg.

Leben

Kulstrunk war zuerst Volksschullehrer, ab 1886 Fachlehrer an der Knaben-Bürgerschule in Steyr und danach Fachlehrer an der Bürgerschule Salzburg. 1908 war er an der Lehrerbildungsanstalt tätig.[1]

Der Maler nahm Privatunterricht bei Leo Reiffenstein und Theodor Josef Ethofer. Er arbeitete als Kunsterzieher in Theorie und Praxis, als Volks- und Trachtenkundler (Aufnahme der Burgen im Oberpinzgau, Arbeiten zur Salzburger Trachtenkunde, Skizzen im Salzburg Museum).

Kulstrunk war ein Vertreter des naturalistischen Stils in der Malerei, ein Maler von Ansichten und Landschaften nach der Natur. Er malte vor allem Gebirgs-, Fluss- und Moorlandschaften, sowie Stadtansichten. Auch im damals neu errichteten Künstlerhaus stellte er aus.

Auszeichnungen und Ehrungen

1912 wurde er mit dem Titel „Professor“ ausgezeichnet.

Zwei Straßen sind nach dem Maler 'Kulstrunk' benannt worden: die Kulstrunkstraße in Salzburg-Aigen und die 'Franz-Kulstrunk-Straße' in Steyr, Oberösterreich.[2]

Werke

Hauptwerk: Stadtansicht von Kulstrunk
"Die Stadt Salzburg im Jahre 1916"
Hauptartikel: Stadtansicht von Kulstrunk

Das Gemälde "Die Stadt Salzburg im Jahre 1916" , von Franz Kulstrunk gemalt zwischen 1914 und 1921, ist wohl sein bekanntes Werk. Es hängt im Rathaus und ist öffentlich zugänglich (2. Stock). Ähnlich wie das Sattler-Panorama portraitiert das Gemälde die Schönheiten der Landschaft und des Stadtbildes vor dem schönen Panorama der nördlichen Kalkhochalpen. Es zeigt aus damals ungewöhnlich hoher Vogel-Perspektive die gesamte Stadterweiterung von der Gründerzeit bis zum Beginn der Neuzeit, insbesondere den Norden Salzburgs: Schallmoos, Andräviertel, Fünfhaus, Froschheim, Mülln, Aiglhof und Lehen. Das Gemälde dokumentiert den Endstand der gründerzeitlichen Bauentwicklung in der Stadt. Gleichzeitig präsentiert es die technischen Errungenschaften des wirtschaftlichen Fortschrittes wie den Hauptbahnhof an der damaligen Kaiserin-Elisabeth-Westbahn, die Regulierung der Salzach mit Elisabethkai und Franz-Josef-Kai und den repräsentativen Kurpark mit dem ersten Kurhaus der damaligen Kurstadt. [3]

1903 veröffentlichte Kulstrunk sein Lehrbuch „Modernes Zeichnen an den österreichischen Volksschulen“.

Werke mit Bezug zu Salzburg

  • Blick auf Salzburg, Datum? (um 1900), Öl auf Karton, 50,5 x 75 cm (im Titel "Fronfeste Stockhaus am Ende der Kaigasse")[4]
  • "Panoramablick von Maria Plain auf Salzburg" unten rechts signiert: F. Kulstrunk, undeutlich datiert, Öl auf Presskarton, ca. 50 x 70 cm[6]
  • Panoramablick auf Salzburg vom Kapuzinerberg, Öl auf Leinwand, 51 x 70,5 cm, signiert[7]
  • Blick von Salzburg Richtung Süden mit dem Hohen Göll, Öl auf Landwand, 60 x 88 cm, signiert[8]
  • Hochalmgebiet mit Blick auf den Dachstein, Öl auf Karton, ca. 50 x 69 cm[9]
  • Sommer-Landschaft mit Staffage südlich von Salzburg, Öl auf Leinwand, auf Karton kaschiert, ca. 37,5 x 59,5 cm[10]
  • Blick auf die Salzburger Altstadt, Aquarell, 29 x 41 cm, signiert[11]
  • Ansicht in Salzburg, 1929, Öl auf Leinwand, 40 x 60 cm[12]
  • Schloss Anif, Aquarell, unten links signiert und bezeichnet "F. Kulstrunk ANIF", Datum?, ca. 21 x 32 cm[16]

Ansichtskarten

  • Peterskeller in Salzburg[17]
  • Peterskeller in Salzburg[18]
  • Salzburg, Der alte Peterskeller[19]
  • Berchtesgaden, Blick über die Dächer zum Gebirge, 1906[20]
  • Salzburg, Stadtansicht gegen Untersberg und Stauffen[21]
  • Blumentag der Invaliden, Witwen- und Waisenorganisation Salzburg[22]
  • Zu Gunsten des Roten Kreuzes, 1914 - 1915[23]
  • Morzg, Cafe & Restaurant Karl Geissler, 1915[24]
  • Morzg, Gesamtansicht mit Kleinbahn, 1902[25]

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise