Hauptmenü öffnen

Franz Vigil von Spaur und Valör

Franz Vigil Graf von Spaur und Valör (* 6. Jänner 1609 auf Burg Spaur im Val di Non, Trentino; † 9. Jänner 1670) war 1644 bis 1670 Fürstbischof von Chiemsee.

Leben

Franz Vigil besuchte das Gymnasium in Salzburg, danach studierte er von 1629 bis 1633 am Collegium Germanicum in Rom, wo er am 21. Mai 1633 zum Priester geweiht wurde. 1632 wurde er Domherr am Domkapitel von Trient, wo er 1644 resignierte. Seit 1639 ist er als erzbischöflicher Hofrat belegt und am 8. Oktober 1640 wurde er von Erzbischof Paris von Lodron, mit dem er auch verwandt war, zu dessen Statthalter ernannt.

Am 23. Februar 1644 ernannte Erzbischof Lodron Franz Vigil von Spaur und Valör zum Bischof von Chiemsee. Zu seinen weiteren Ämtern gehörte 1664 die Ernennung zum Geheimen Rat, 1664 zum Hofratspräsidenten und im selben Jahr die Wahl zum Salzburger Domdekan. Daneben war er auch kaiserlicher Geheimer Rat.

In seiner Amtszeit wurde 1653 das Dominikanerkloster in Kitzbühel gegründet. Nach dem Tod Paris Lodrons übernahm er den Befehl über die Festung Hohensalzburg und 1654 war er an der Weihe von Lodrons Nachfolger Guidobald von Thun beteiligt. In päpstlichem Auftrag überreichte er am 8. Dezember 1668 dessen Nachfolger Max Gandolf von Kuenburg das Pallium. In Berg am Laim bei München stiftete er ein Institut für arme Mädchen. Nach seinem Tod wurde er in der Familiengruft in Spormaggiore beigesetzt.

Quelle

Zeitfolge
Zeitfolge