Griechisch-orthodoxer Gottesdienst in der Filialkirche zum hl. Martin

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Pfarrer Athanasios Papaefthymiou
Niko Kyrakidis und Pfarrer Athanasios Papaefthymiou
Niko Kyrakidis und Pfarrer Athanasios Papaefthymiou bei der Gedenkzeremonie für die Verstorbenen

Ein griechisch-orthodoxer Gottesdienst in der Filialkirche zum hl. Martin in Pfongau in der Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee fand am 19. Oktober 2013 statt.

Der Gottesdienst

Eine Reportage von Peter Krackowizer.

Weihrauchduft, griechische Gesänge, ein griechisch-orthodoxer Pfarrer und Niko Kyrakidis: am 19. Oktober 2013 fand in der katholischen Filialkirche zum hl. Nikolaus in Neumarkt am Wallersee - Pfongau ein Gottesdienst nach griechisch-orthodoxem Ritus statt.

Der Samstagvormittag war ein wunderbarer Herbsttag, an dem die Sonne nach zögerlichem Verstecken hinten dem Morgennebel die Dächer zum Dampfen und die Spinnennetze des Altweibersommers zum Glitzern brachte. Im Neumarkter Ortsteil Pfongau fand in der spätgotischen, denkmalgeschützten Filialkirche zum hl. Martin ein griechisch-orthodoxer Gottesdienst mit Pfarrer Athanasios Papaefthymiou aus der nordgriechischen Stadt Larisa statt. Schon seit vielen Jahren organisiert Niko Kyrakidis ein oder zwei Mal einen solchen Gottesdienst. Niko der Grieche, wie er allgemein genannt wird, ist Gastronom und führt seit dem Frühling 2013 in Neumarkt am Wallersee den Karlwirt als griechisches Restaurant.

Der gut 75 Minuten dauernde Gottesdienst war geprägt von pausenlosen Gebeten und Gesängen. Dabei wechselten sich Niko Kyrakidis und der Pfarrer ab. Mehrmals ging dabei der Pfarrer in die Sakristei, um das Weihrauchgefäß zu holen, das zum Unterschied zur katholischen Kirche mit kleinen Glocken versehen ist. Das Läuten dieser Glocken soll schlechte Energie, Böses usw. aus dem Kirchenraum treiben.

Das Kreuzzeichen wird häufiger verwendet als in der katholischen Kirche, der Pfarrer kniete mehrmals vor dem Altar und besonders bemerkenswert war eine mehrmalige Bewegung vom Altar zum Boden und wieder aufwärts.

Bei diesem Gottesdienst wurde auch in einer besonderen Feier zweier Verstorbener gedacht, dem Bischof der griechisch-orthodoxen Kirche von Österreich und einer Angehörigen einer Gottesdienstbesucherin. Am Ende der Feier wurde eine süße Mischung aus Rosinen, gequollenen Körner einer Getreideart und Zucker den Messebesucher gereicht. Das sei so der Brauch, wurde erklärt, wenn man Verstorbenen gedacht hatte.

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Quelle