Großglockner Hochalpenstraße Festakt 80 Jahre

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von links: Botschafter Dr. Wolfgang Waldner (Leiter Kulturpolitische Sektion BMEIA), Hannes Schernthaner (Bürgermeister der Gemeinde Fusch an der Großglocknerstraße), Dr. Brigitta Pallauf (Landtagspräsidentin), Landeshauptmann-Stv. Mag. Dr. Christian Stöckl, LH-Stv. Dr. Gaby Schaunig (Kärnten), LH Dr. Wilfried Haslauer (Aufsichtsratsvorsitzender Großglockner Hochalpenstraßen AG), Dr. Barbara Neubauer (Präsidentin Bundesdenkmalamt), Josef Schachner (Bürgermeister Heiligenblut) und Dr. Johannes Hörl (Generaldirektor Großglockner Hochalpenstraßen AG)
von links: Landeshauptmann-Stv. Mag. Dr. Christian Stöckl, LH-Stv. Dr. Gaby Schaunig (Kärnten), LH Dr. Wilfried Haslauer (Aufsichtsratsvorsitzender Großglockner Hochalpenstraßen AG) und Dr. Johannes Hörl (Generaldirektor Großglockner Hochalpenstraßen AG)
Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer (Aufsichtsratsvorsitzender Großglockner Hochalpenstraßen AG), LH-Stv. Dr. Gaby Schaunig (Kärnten), Dr. Wolfgang Schüssel (Bundeskanzler a. D.) und Dr. Johannes Hörl (Generaldirektor Großglockner Hochalpenstraßen AG)

Am Montagabend, den 3. August 2015 fand im Carabinierisaal in der Alten Residenz ein Festakt anlässlich 80 Jahre Großglockner Hochalpenstraße statt.

Drei Anlässe

Mehr als 500 Gäste kamen am Montag, den 3. August 2015 zur Vorstellung des Buches „Die Großglockner Hochalpenstraße – Erbe und Auftrag“ in die Residenz in Salzburg. Nach der nunmehr rechtskräftigen Unterschutzstellung der Großglockner Hochalpenstraße nach Denkmalschutzgesetz erfolgt nun die Beantragung zum UNESCO-Welterbe. Die Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG), auch Herausgeber des Buches, hatte dazu in die Residenz Salzburg eingeladen.

Es gab gleich drei Anlässe im Rahmen der Buchvorstellung im Carabinieri-Saal der Residenz zu Salzburg:

  • das 80. Betriebsjubiläum
  • die Buchpräsentation des umfassenden Gesamtwerkes „Erbe und Auftrag“ sowie
  • die Unterfertigung des ersten Denkmalpflegeplanes für die Großglockner Hochalpenstraße für ein Baudenkmal der Republik sowie die damit mögliche und bevorstehende Beantragung zum offiziellen Welterbe.

Zu den Festrednern des Abends zählten Barbara Neubauer, Präsidentin des Österreichischen Bundesdenkmalamtes (BDA), Botschafter Wolfgang Waldner, Leiter der Kulturpolitischen Sektion des BMEIA, der Salzburger Landeshauptmann und Aufsichtsrats-Vorsitzende Wilfried Haslauer sowie die Kärntner Landeshauptmann-Stv.in Gaby Schaunig.

80. Betriebsjubiläum

Am 3. August 1935 wurde die Großglockner Hochalpenstraße feierlich eröffnet. In den 26 Baumonaten wurden 870 000 Kubikmeter Erde und Fels bewegt, 115 750 Kubikmeter Mauerwerk geschaffen, 67 Brücken gebaut und 24 Telefonsprechstellen installiert. Bis zu 2 400 Arbeiter leisteten über eine Bauzeit von fünf Jahren 1,8 Millionen Arbeitsschichten. Die Gesamtbaukosten betrugen laut Endabrechnung vom 16. April 1936 umgerechnet auf den Geldwert von heute 53,5 Millionen Euro für den Straßenbau und 3,3 Millionen Euro für die Verbesserung der Zubringerstraßen, der Fernsprechanlagen und diverse Details.

Ein Denkmal „am Weg zum Welterbe“

Höhepunkt der Veranstaltung war die feierliche Unterfertigung der gemeinsamen Ziele für die weitere denkmalgerechte Erhaltung der Großglockner Hochalpenstraße („Denkmalpflegeplan“). Nach fünf Jahren Vorbereitung und intensiver Verhandlungen ist es fix: die Großglockner Hochalpenstraße steht mit der gestern erfolgten Unterfertigung unter Denkmalschutz!

Erstmals in der Österreichischen Geschichte wurden „Gemeinsame Ziele“ für ein Baudenkmal festgeschrieben. Mit Rechtskraft des Bescheides des Bundesdenkmalamtes (BDA) und der feierlichen Unterfertigung am 3. August durch Landeshauptmann Wilfried Haslauer (Salzburg), Landeshauptmann-Stv.in Gaby Schaunig (Kärnten), Präsidentin Barbara Neubauer (Österreichisches Bundesdenkmalamt) sowie GROHAG-Vorstand Johannes Hörl wurde jetzt der höchste nationale Schutz erteilt und ein vertraglicher Konsens in Form von „Gemeinsamen Zielen für die weitere denkmalgerechte Erhaltung der Großglockner Hochalpenstraße“ (Denkmalpflegeplan) festgeschrieben.

Die Großglockner Hochalpenstraße ist ab jetzt Denkmal und am Weg zum Welterbe“ freute sich der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Für Haslauer ist dabei von besonderer Bedeutung, dass die Bewerbung um das Prädikat Welterbe und ein erfolgreicher Betrieb des Unternehmens GROHAG Hand in Hand gehen, um die wesentliche Wertschöpfung für die Menschen in den Regionen der Hohen Tauern langfristig zu sichern und auszubauen.

Die Großglockner Hochalpenstraße ist eine Visitenkarte Österreichs in der Welt. Verschiedene Gutachten haben der Großglockner Hochalpenstraße bereits bescheinigt ‚zweifellos Welterbe‘ zu sein“, bestätigte Botschafter Wolfgang Waldner, Leiter der Kulturpolitischen Sektion des BMEIA.

Präsidentin Barbara Neubauer vom Bundesdenkmalamt war aufgrund der außerordentlichen Situation und Schutzwürdigkeit dieses international anerkannten „Monuments“ eine gemeinsam und breit getragene Lösung besonders wichtig: „Es wäre die erste Aussichtstraße Europas mit dem Prädikat UNESCO-Welterbe.

…Wie damals schon festgehalten, ist die Großglockner Hochalpenstraße aufgrund ihrer in die Landschaft und den hochalpinen Bereich des Großglockners ´komponierten´ Anlage und aufgrund ihrer diesbezüglichen Einmaligkeit zweifellos insgesamt als Weltkulturerbe zu werten.“ (Brief des BDA an die GROHAG vom 25. April 2012)

Gesamtwerk präsentiert

Das Buch „Die Großglockner Hochalpenstraße - Erbe und Auftrag“ beschäftigt sich mit dem Österreichischen Monument Großglockner Hochalpenstraße als eine der wichtigsten Tourismusdestinationen des gesamten Alpenraumes. Dreißig Autoren spannen den Bogen von der Entstehungsgeschichte des Symbolbildes für österreichische Ingenieurskunst und die Leistungsfähigkeit Österreichs in den schweren Jahren der Weltwirtschaftskrise über die Bedeutung für den Tourismus und die regionale Wirtschaft der angrenzenden Länder bis in die Gegenwart.

Zudem werden der große Stellenwert des Umweltgedankens und des Naturschauspiels inmitten des größten Nationalparks Mitteleuropas sowie die großen Herausforderungen im Hochgebirge der Hohen Tauern eingehend beleuchtet“, so Vorstand Johannes Hörl (GROHAG).

Im Anschluss an den offiziellen Teil wurden Schmankerln aus dem Nationalpark Hohe Tauern gereicht, für die musikalische Untermalung sorgte das Quintett „Philharmonie Salzburg“. Vor Ort wurde das soeben präsentierte Buch „Die Großglockner Hochalpenstraße – Erbe und Auftrag“ verkauft und der Gesamterlös der Katastrophenhilfe Österreich – HILFE IM EIGENEN LAND sowie EcoHimal, der Gesellschaft für Zusammenarbeit Alpen-Himalaya, gespendet.

Bildlinks

Quelle

  • Presseaussendung Großglockner Hochalpenstraßen AG, 4. August 2015