Großglockner Hochalpenstraßen AG

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Imagefilm der GROHAG, 5:38 min Video
Verleihung des Staatswappens im Juli 2018 auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe am Ende der Gletscherstraße, einer Stichstraße der Großglockner Hochalpenstraße: Im Bild v.l.: Ulrich Zafoschnig (Landesrat Kärnten), Johannes Hörl (Vorstand Großglockner Hochalpenstraßen AG), Margarethe Schramböck (Bundesministerin) und Wilfried Haslauer (Landeshauptmann Salzburg);

Die Großglockner Hochalpenstraßen AG (gängige Abkürzung GROHAG) ist die Errichtungs- und Betreibergesellschaft verschiedener Panorama- und Ausflugsstraßen sowie Attraktionen in den österreichischen Alpen.

Einleitung

Status quo 2018: Die GROHAG betreibt das Nationale Monument Großglockner Hochalpenstraße, mit allein im Sommerhalbjahr 900 000 Besuchern eines der drei beliebtesten Ausflugsziele Österreichs, seit 1935 und verzeichnete in den vergangenen Jahren ein kontinuierliches Umsatz-Wachstum. So konnte man den Umsatz in den letzten Jahren um 50 % steigern und es ist für 2018 ein Wachstum von bis zu 10 % im Dreijahresvergleich prognostizierbar. Die GROHAG betreibt in der Gruppe sechs Ausflugsziele mit gesamt etwa 2,4 Millionen Besuchern, ist schuldenfrei und tätigt sämtliche Investitionen aus eigener Kraft.[1]

Geschichte

Am Beginn der AG stand die Amtshandlung in Mittersill 1922. In deren Folge kam es am 3. Juni 1924 zu einem weiteren Treffen in Klagenfurt, bei dem die Gründung eines Ausschusses zur Erbauung einer Großglockner-Hochalpenstraße beschlossen wurde. Sitz des Ausschusses war Klagenfurt in Kärnten und der Ausschuss wurde mit einem Fonds mit 100 Millionen Kronen (später dann einer Million Schilling) ausgestattet. Ziel des Ausschusses war die internationale Werbung und Suche nach Investoren zur Errichtung der Großglockner Hochalpenstraße. Zum Obmann wurde der Landeshauptmann-Stellvertreter von Kärnten, August Neutzler, bestellt, Obmann-Stellvertreter der Landesrat der Salzburger Landesregierung, Dr. Otto Troyer, und zum Geschäftsführer der Kärntner Landesamtsdirektor Dr. Siegmund Zechner aus Klagenfurt.

Während der Sitzung in Klagenfurt kreierte der Salzburger Landesrat Otto Troyer die spätere Bezeichnung der Straße - Großglockner Hochalpenstraße.

Am 28. Juni 1924 trat der Ausschuss im Hotel Rupertihaus in Heiligenblut zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und beauftragte Franz Wallack mit der ersten Planung einer möglichen Trassenführung über die Tauern beauftragte.

Erst am 19. Februar 1931, als der Bau der Straße bereits angelaufen war, wurde dann die Großglockner Hochalpenstraßen AG in den Räumlichkeiten des Bundesministeriums für Finanzen, im Sitzungssaal des Präsidiums, Himmelpfortgasse 8, 1010 Wien, gegründet. Die Gründung und Aufnahme der Tätigkeit der „Großglockner - Hochalpenstraßen A.G.“ erfolgte durch die konstituierende Generalversammlung und anschließender ersten Verwaltungsratssitzung am selben Tag. Ministerialrat Dr. Petschann beantragte in der ersten Verwaltungsratssitzung, den ehemaligen Bundesminister für Finanzen, Dr. Ferdinand Grimm, zum 1. Präsidenten und den Salzburger Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl zum Vizepräsidenten des Verwaltungsrates der GROHAG zu wählen. Der Beschluss des zwölfköpfigen Gremiums, darunter sechs Vertreter des Bundesministeriums für Finanzen (BMF), fiel einstimmig.

Gemäß einem bereits im Jahre vor der Gründung der Großglockner Hochalpenstraßen AG vom Bundesministerium für Handel und Verkehr erlassenen Bescheides vom 12. August 1930, Zahl 132.467, ist die Großglocknerstraße eine Privatstraße für den öffentlichen Verkehr und ein begünstigter Bau im Sinne der Kaiserlichen Verordnung vom 16. Oktober 1914, RGBl. 284.

Die Beteiligung der Republik Österreich über das BMF besteht seit Gründung, die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 24. März 1931. Das vorläufige Aktienkapital hielten die Aktionäre

Bund mit 25.968.000 öS
Land Salzburg mit 16.000 öS
Land Kärnten mit 16.000 öS

Damit betrug 1931 das Grundkapital 26.000.000 öS

Aufgabenstellung

Durch ihre Geschichte, ihre Aufgabenstellung und ihren rechtlichen Status unterscheidet sich die Großglockner Hochalpenstraßen AG von allen anderen Straßengesellschaften. Die Erklärung zum begünstigten Bau ging von drei Faktoren und Zielen aus:

1. Der Bau eines neuen Verkehrsweges über den Tauernhauptkamm zwischen Brenner und dem Radstädter Tauern liegt angesichts des stetig zunehmenden Reise- und Kraftwagenverkehrs im öffentlichen Interesse.

2. Die durch den Krieg hervorgerufenen außerordentlichen Verhältnisse in Österreich machten daher eine Straßenverbindung zur Förderung des Fremdenverkehrs dringlich.

3. Der österreichischen Volkswirtschaft wird entsprechender Nutzen gebracht, zumal die Straße weiterhin öffentlichen und gemeinnützigen Zwecken dient.

Die oben genannten Faktoren und Ziele haben auch heute noch Gültigkeit. Die GROHAG ist nicht nur als Aktiengesellschaft ein gewinnorientiertes und solides Unternehmen, welches keine Subventionen benötigt und ausgeglichen haushaltet, sondern sie hat in § 2 der Satzung (Gegenstand des Unternehmens) den klaren Auftrag, sich auch um die Pflege und Ausgestaltung des von ihren Straßen erschlossenen Landschaftsraumes im Sinne des Natur- und Landschaftsschutzes zu kümmern.

Verleihung des Staatswappens

Nach der Segnung des neugestalteten Parkhauses samt Besucherzentrum erfolgte am 21. Juli 2018 die Eröffnung durch Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde der Großglockner Hochalpenstraßen AG das österreichische Staatswappen durch Bundesministerin Margarete Schramböck verliehen.[1]

Weitere Aufgaben

Die Gesellschaft hat neben dem „Nationalen Monument“ Großglockner Hochalpenstraße, der Verbindung der Länder Salzburg und Kärnten als äußerst wichtige Tauernquerung (1935 eröffnet), auch die Gerlos Alpenstraße errichtet, die als leistungsfähige Verkehrsverbindung zwischen dem Salzachtal und dem Zillertal die Bundesländer Salzburg und Tirol verbindet und so seit über 50 Jahren (Eröffnung 1962) die wirtschaftliche Entwicklung auch dieser Regionen maßgeblich fördert.

In den Folgejahren hat die GROHAG das Management der Nockalmstraße, der Goldeck Panoramastraße und auch der Villacher Alpenstraße übernommen und setzt so ihr „know-how“ betreffend Betrieb und Erhaltung touristischer alpiner Panoramastraßen höchst effizient ein. Die GROHAG gibt seit über 80 Jahren – so auch mit der Errichtung der WasserWelten Krimml an den Krimmler Wasserfälle – wesentliche Impulse in der Region und ist bis heute ein bedeutender Auftrag- und Arbeitgeber.

Status 2012

Seit etwa 30 Jahren halten am Grundkapital die Aktionäre

Bund mit 11.481.860 € (79,0 %)
Land Salzburg mit 1.526.070 € (10,5 %)
Land Kärnten mit 1.526.070 € (10,5 %).

Das Grundkapital beträgt 14.534.000 €.

Die GROHAG ist Betreiber und Erhalter von touristischer Verkehrsinfrastruktur. Neben der Großglockner Hochalpenstraße, zählen die Gerlos und Villacher Alpenstraße, Goldeck-Panoramastraße, Nockalmstraße sowie „WasserWelten Krimml“, Parkraumbewirtschaftung und Shops zu ihren Betätigungsfeldern.

Die Großglockner Hochalpenstraße zählt seit über 75 Jahren zu den monumentalsten Wahrzeichen Österreichs. Sie führt in eine einzigartige hochalpine Erlebniswelt für Naturliebhaber und Genießer inmitten des größten Nationalparks Mitteleuropas, den Nationalpark Hohe Tauern. Zielpunkt ist die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit Blick auf den höchsten Berg Österreichs, den Großglockner (3 798 m ü. A.) und den längsten Gletscher der Ostalpen, die Pasterze.

Mit 900 000 Besuchern im Sommerhalbjahr zählt die Großglockner Hochalpenstraße zu den Top-3-Tourismuszielen der Republik Österreich (neben Schloss und Tiergarten Schönbrunn). 2006 betrug der Umsatz 7,5 Millionen Euro. Aufsichtsratsvorsitzender ist der Salzburger Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer (ÖVP). Derzeitiger (2015) Generaldirektor ist Dr. Johannes Hörl.

Daten

Seit 2012 ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) positiv. 2015 wurde ein Umsatz von 10,6 Millionen Euro erzielt und damit erstmals die zehn-Millionen-Grenze überschritten. Das Ergebnis (EGT) betrug mehr als 1,9, Millionen Euro. In Straßen, Infrastruktur und Gebäude wurden von 2012 bis 2015 knapp 14 Millionen Euro investiert. Das waren um 50 Prozent mehr als in den fünf Jahren zuvor. Zu Saisonspitzen beschäftigt die GROHAG 110 Mitarbeiter.[2].

Themen für die Zukunft

Wesentliche Aufgabe der GROHAG als Betreiber und Erhalter des „Nationalen Monumentes - Großglockner Hochalpenstraße“ ist die Zukunft nachhaltig zu sichern, um den monumentalen Kulturbau Großglockner Hochalpenstraße als Wahrzeichen der Republik Österreich und die Funktion als wesentlicher Auftrag- und Arbeitgeber in der Region zu erhalten. Dazu wurden von Seiten des Unternehmens eine Unternehmensstrategie, ein Leitbild und eine Vision (Die GROHAG ist das führende Erlebnisstraßenunternehmen der Republik Österreich und in den Alpen und versteht sich als modernes, österreichisches, freizeittouristisches Unternehmen.) entwickelt, die unter Bezugnahme auf historische Errungenschaften auch Zukunftsthemen vor dem Hintergrund der besonderen Umweltsituationen und der Nachhaltigkeit entwickelt.

Der Erbauer Hofrat Franz Wallack hat durch die Straßenführung inmitten der Hohen Tauern bereits in den 1930er Jahren Kultur und Technik in optimaler Art und Weise verbunden. In den Folgejahren galt die „Glocknerstraße“ als der Gradmesser für die Leistungsfähigkeit des Automobils und wurde zur international meist genutzten Teststrecke der Fahrzeugindustrie. Der Erbauer und „Innovator“ Wallack entwickelte immer wieder Weltneuheiten; so z. B. die heute noch im Einsatz befindliche Seitenwallfräse Rotationspflug – System Wallack: Vor 60 Jahren bahnbrechend mit weltweiten Patenten!

In den letzten Jahren hat die GROHAG auch wieder verstärkt Forschung betrieben: z. B. an den Krimmler Wasserfällen bedeutende Forschungsprojekte initiiert, es konnte so die für Asthma-Patienten stark lindernde Wirkung des Wasserfalls nachgewiesen werden, wodurch sich ein neuer Gesundheitstourismus im alpinen Raum entwickeln konnte. Heute ist die „Großglockner Hochalpenstraße“ auch Gradmesser der Leistungsfähigkeit des E-Mobils und mit E-Ladestationen ausgestattet. 2012 fand wieder die „e-Miglia“, eine Rallye von E-Fahrzeugen, erneut mit ihrer „Königsetappe“ über die Großglockner Hochalpenstraße statt.

Aufsichtsrat

anlässlich Österreichs höchstgelegene Angelobung auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe am Fuße des Grossglockners am 20. Juni 2013 (v.l.n.r.): Bgm. Klaus Unterweger (Gemeinde Kals), Bgm. Leonhard Madreiter (Gemeinde Fusch), Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer, LH Dr. Peter Kaiser und Bgm. Josef Schachner (Gemeinde Heiligenblut) (Liste unvollständig)

Generaldirektoren im Laufe der Geschichte

Hauptartikel Generaldirektor der Großglockner Hochalpenstraßen AG

Zahlen - Daten - Fakten

Gründung: 1931
Mitarbeiter: Saisonspitze: 55/110 (GROHAG Gruppe/Saisonspitze)
Bilanzvolumen: ca. 25 Mio. Euro
Besucher: 900 000 Großglockner Hochalpenstraße, über 2 Mio (Gruppe)
Philosophie: Nationales Monument – Großglockner Hochalpenstraße
Claim: Der Berg. Die Straße. Das Erlebnis.
Mission: Die GROHAG ist das führende Erlebnisstraßenunternehmen der Republik Österreich und in den Alpen und versteht sich als modernes, österreichisches, freizeittouristisches Unternehmen.
Branche: Tourismus- und Verkehrsinfrastruktur;
Dienstleistungen: Erhaltung und Betrieb von Panoramastraßen; Verkehrsweg; Erlebniswelt; Ausstellungsmeile; Veranstaltungsort

Straßen und Einrichtungen

alle drei im Pinzgau, Bundesland Salzburg

alle drei im Bundesland Kärnten;

Mitarbeiterehrungen

Im Dezember 2010 wurden folgende langjährige Mitarbeiter von Landeshauptmann-Stv. Dr. Wilfried Haslauer, Generaldirektor Dr. Christian Heu und AK-Präsident Siegfried Pichler geehrt:

  • Josef Lechner, 35 Jahre, Betriebsleitung Fusch
  • Dietmar Schöndorfer, 20 Jahre, Direktion Salzburg
  • Cäcilia Eder und Heinz Schöppl, je 10 Jahre bei der Gerlos Alpenstraße
  • Isidor Griesser und Peter Leixnering, je 20 Jahre bei der Betriebsleitung Fusch
  • Josef Rainer und Dieter Strigl, je 25 Jahre Betriebsleitung Fusch

Kontakt

Großglockner Hochalpenstraßen AG
Dr. Johannes Hörl, Generaldirektor
Rainerstraße 2
5020 Salzburg
Telefon:(06 62) 87 36 73-10

Weblinks

Quellen

  • Informationen der Presse- und Marketingabteilung der GROHAG

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Quelle Presseaussendung GROHAG am 21. Juli 2018
  2. Salzburger Nachrichten, 16. April 2016