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Christian Stöckl

Christian Stöckl

Dr. Christian Stöckl (* 2. Dezember 1957 in Schwarzach im Pongau) ist Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreter. Er gehört der Österreichischen Volkspartei an.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Christian Stöckl wuchs als Sohn von Josef und Barbara Stöckl in Goldegg auf und besuchte die Hauptschule in Schwarzach und dann das Oberstufenrealgymnasium St. Johann, wo er 1977 maturierte. Sofort nach der Matura begann er ein Lehramtsstudium der Mathematik und der Geografie an der Universität Salzburg, das er bereits nach dreieinhalb bzw. vier Jahren mit der Lehramtsprüfung abschloss 1981.

Nach dem Präsenzdienst arbeitete Stöckl von 1981 bis 2008 als Lehrer für Mathematik, Geografie und Informatik am Privatgymnasium der Ursulinen in Salzburg, 2008 bis 2009 am Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Hallein.

Neben der Unterrichtstätigkeit schrieb er seine Dissertation − die Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften erfolgte im Jahre 1984 − und erlangte er zudem die Lehrbefähigung für das Fach Informatik. Zudem baute er den Bereich Informatik in der Volkshochschule Hallein auf.

Stimmenanteile von Christian Stöckl bei den Halleiner Bürgermeisterwahlen
Christian Stöckl

Christian Stöckl ist seit 1981 verheiratet und hat zwei Kinder.

Politische Laufbahn

Verabschiedung und zugleich Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Stadt Hallein an Bürgermeister Dr. Christian Stöckl in Hallein. Am Bild: Bürgermeister Gerhard Anzengruber, Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer und Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Christian Stöckl

Als Politiker ist Stöckl seit dem Ende der 1980er-Jahre aktiv. 1994 wurde er Stadtrat von Hallein, 1997 Stadtobmann der ÖVP und errang 1999 bei der Bürgermeisterdirektwahl überraschend den Sieg in der Stichwahl gegen den SPÖ-Kandidaten Heimo Typplt. Zuvor war es durch einen Streit innerhalb der SPÖ um den Bürgermeisterkandidaten zur Gründung der überparteilichen Wahlplattform Bündnis für Hallein gekommen, die zu einer Spaltung der SPÖ-Wählerschaft geführt hatte.

Sein politischer Aufstieg wurde durch diesen Überraschungssieg sicherlich unterstützt. So wurde er 2003 zum Vorsitzenden der Tennengauer Bürgermeisterkonferenz gewählt und war 2005-2014 Landesobmann des ÖAAB. 2008 wurde Stöckl zum Landesobmannstellvertreter der ÖVP gewählt. Nach der Landtagswahl 2009 zog Stöckl als Abgeordneter in den Salzburger Landtag ein.

Am 19. Juni 2013 wurde Christian Stöckl als 2. Landeshauptmann-Stellvertreter der Regierung Wilfried Haslauer junior angelobt. Mit diesem Tag übergab er auch sein Amt als Bürgermeister von Hallein an seinen Nachfolger Gerhard Anzengruber.

In Hallein hat sich Christian Stöckl als Sanierer der einst schwer in der Finanzkrise steckenden Stadt einen Namen gemacht.

In der Landesregierung ist Stöckl für die Finanzen, Landesliegenschaften und -beteiligungen, Gesundheit und Spitäler zuständig.

Verdienste um die Stadt Hallein

Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer bedankte sich am Donnerstag, 4. Juli, bei der Verabschiedung in Hallein bei Christian Stöckl für dessen "unzählige Verdienste rund um die Stadt Hallein" und wünschte ihm bei seiner neuen großen Aufgabe gutes Gelingen. Darüber hinaus wurde Stöckl die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatgemeinde verliehen.

"Christian Stöckl hat als Bürgermeister mit viel Gespür die Finanzen der damals hoch verschuldeten Stadtgemeinde saniert und sorgte dabei mit einem klugen Investitionskurs dafür, dass das wirtschaftliche Gleichgewicht der Tennengauer Bezirkshauptstadt wiederhergestellt werden konnte. Darüber hinaus war er ein zutiefst menschlicher und engagierter Bürgermeister für die Halleinerinnen und Halleiner. Auch der Sport, die Schule und die Altstadterhaltung waren ihm stets ein großes Anliegen", sagte Haslauer und überreichte dem Hobby-Marathonläufer als persönliches Geschenk ein Paar Laufschuhe.

Stöckls Verdienste um die Stadt Hallein umfassen unter anderem die Bereiche Finanzen, Vereinswesens, Bildung, Kultur, Pflege, Wohnen, Gesundheit, Verkehr, Altstadt und Wirtschaft, Infrastruktur, Sicherheit und Hochwasserschutz.

Bei der Sanierung der Finanzen erwirtschaftete die Stadtgemeinde Rekordüberschüsse von insgesamt 42,3 Millionen Euro für die Investitionshaushalte, das sind durchschnittlich drei Millionen Euro pro Jahr. Für die Vereine wurden die Sportanlagen Gamp, Union und am Pfleggarten errichtet. In Stöckls Amtszeit wurde die Zahl der Kindergartenplätze auf rund 1 000 fast verdoppelt, etwa 100 Beschäftigte arbeiten in der Kinderbetreuung, zahlreiche Kinderbetreuungseinrichtungen und fast alle Schulen wurden neu gebaut, saniert oder erweitert. Die schulische Tagesbetreuung wurde in weiteren drei Schulen eingeführt.

Für Kunst und Kultur wurden das Keltenmuseum saniert und ausgebaut, das Gemeindezentrum Rif errichtet, die Wallfahrtskirche Zu Unserer Lieben Frau Maria Himmelfahrt in Bad Dürrnberg und der Altar der Stadtpfarrkirche Hallein saniert, der Pfarrsaal Rehhof gebaut und die Friedhofskapelle übernommen. Die Senioren konnten sich über das zu einem modernen Pflegewohnheim mit 144 Betten umgestaltete Seniorenheim sowie über die Förderung der mobilen Pflege und des Seniorenstüberls freuen.

Fortschritte erreichte Christian Stöckl auch mit dem Ausbau und der Sanierung des Krankenhauses Hallein, durch die Unterstützung der Errichtung des Rehabilitations-Zentrums für Stoffwechselerkrankungen und die Förderung des Roten Kreuzes.

Weiters wurden während Stöckls Amtszeit die Colloredobrücke und diverse Rad- und Gehwege neu gebaut und der Schöndorfer-Platz saniert. Er förderte Betriebsansiedlungen und den Stadtkernfonds zur Stärkung der Halleiner Altstadt und setzte sich für Sicherheit und Hochwasserschutz ein.

Ehrungen

Am 4. Juli 2013 wurde Dr. Stöckl die Ehrenbürgerschaft der Stadt Hallein verliehen.

Weblinks

 Christian Stöckl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen und Fußnoten