Guido Friedl

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Guido Friedl

Dr. phil. Guido Friedl (* 28. Februar 1942 in Berlin, Deutschland; † 21. Februar 2021 in Altenmarkt im Pongau) war ein freischaffender Künstler (Bildhauer, Grafiker, Objektkünstler) und Denkmalpfleger.

Leben

Guido Friedl wurde in Berlin geboren und ist in Wien aufgewachsen. Er besuchte die Volksschule Fockygasse und das Realgymnasium Rosasgasse in Wien.

Bis 1978 arbeitete er als Denkmalpfleger beim Bundesdenkmalamt Wien, dann als freischaffender Künstler und von 1992 bis 2007 beim Altstadtamt des Magistrates Salzburg. Seit 2007 war er in Pension.

Künstlerisches Wirken

Das Bild zeigt die Bronzestatue des heiligen Florian auf dem Florianibrunnen beim Feuerwehr- und Vereinshaus Bad Vigaun, er löscht die spätgotische Pfarrkirche zum hl. Dionysius. Die Skulptur wurde 1994 von Guido Friedl geschaffen.

An der Universität in Wien studierte er Kunstgeschichte und Klassische Archäologie, 1973 promovierte er zum Doktor der Philosopie und war Schüler der Bildhauer Florian Josephu-Drouot und Johann Waldmüller.

1969 gründete Josef Zenzmaier die “Arbeitsgemeinschaft bronzegießender Bildhauer”, zu der neben Herbert Trapp, Peter Wiener und Peter Schwaighofer auch Guido Friedl gehörte.

Seine künstlerische Tätigkeit begann er anfänglich mit Kleinbronzen (z. B. Bronzeskulptur für den überregionalen Volksmusikpreis „Pongauer Hahn“ der Stadt St. Johann im Pongau, 1996). Später führte er zahlreiche Aufträge im Rahmen von „Kunst am Bau“ aus, u.a. in allen so genannten „Jahrhundertbauten“ der Stadt Salzburg (Naturwissenschaftliche Fakultät an der Universität Salzburg, Finanzlandesdirektion Salzburg, Polizeidirektion Salzburg), weiters im Rehabzentrum der Pensionsversicherungsanstalt in Bad Hofgastein, Salzleckerbrunnen in Schwarzach im Pongau, Paracelsus-Stele in Bad Gastein, Mobiles beim Salzachkraftwerk Plankenau und bei der Festungsbahn in der Stadt Salzburg, Glasfenster in der Urnenkapelle und Kapelle des Seniorenheimes St. Johann im Pongau).

Ausstellungen

1981 Galerie Viktoria, Gstaad
1983 Galerie Pro Arte, Hallein
1991 Grand Palais (SAGA), Paris
Mitwirkung bei zahlreiche Gemeinschaftsausstellungen, u.a.
2002 Gestaltung der Kulturmeile der Stadt Bischofshofen (gemeinsam mit Richard Steinbacher, Gerhard Stelzhammer, Ekkehard Proschek und Priska Lochbichler).

Auszeichnungen

Veröffentlichungen

Friedl, Guido: Das Laxenburger Schlosstheater; Ein Beitrag zur Baugeschichte und Rekonstruktion, in: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 1975-XXIX, Heft 1/2, S. 54 ff.
Friedl, Guido: Der Architekt Wilhelm von Flattich (1826 - 1900), Verband wissenschaftlicher Gesellschaften Österreichs, Wien 1979
Friedl, Guido: Die Residenz. In: Historischer Atlas der Stadt Salzburg, Kapitel III.2, Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg, Nr. 11, Salzburg 1999
Friedl, Guido: Das Vogelhaus im Garten des Schlosses Mirabell zu Salzburg. In: Barockbericht 46/47, S. 105, Hrsg. Das Salzburger Barockmuseum, Eigenverlag 2007
Friedl, Guido: Die vergessenen Nischengrotten eines Lodron-Gartens. In: Barockbericht 14/15, S. 543, Hrsg. Das Salzburger Barockmuseum, Eigenverlag 1997
Friedl, Guido: Schätze der Kulturlandschaft, Dokumentationsband Klein- und Flurdenkmäler. Hrsg.: Stadtgemeinde Salzburg, Salzburg 2006, 157 S.
Friedl, Guido: Schätze der Kulturlandschaft, Dokumentationsband Klein- und Flurdenkmäler. Hrsg.: Stadtgemeinde Salzburg, Salzburg 2009, 157 S.

Familie

Guido Friedl ist verheiratet mit Priscilla Friedl (Malerin), hat 3 Kinder und wohnt in Altenmarkt.

Weblinks

Quellen

Bischofshofner Stadtzeitung, 7. Jg. Sept. 2002, Nr. 3, S. 2
Persönliche Mitteilungen des Künstlers
Parte