Pongauer Hahn

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Der "Pongauer Hahn" ist ein überregionaler Volksmusikpreis der Stadt St. Johann im Pongau. Er wurde am 19. April 1996 das erste Mal verliehen.

Geschichte

Der "Pongauer Hahn" als überregionaler Volksmusikpreis wurde im Frühjahr 1996 von der Stadtgemeinde St. Johann im Pongau initiiert. Als Ergänzung zum St. Johanner Kulturpreis kam die damalige Stadträtin Heidelinde Kahlhammer auf die Idee eines Volksmusikpreises. Der "Pongauer Hahn" wird seither alle zwei Jahre verliehen, ist von der Stadt mit je 1.000 Euro dotiert. Er wird „instrumental” und „vokal” verliehen. Der St. Johanner überregionale Volksmusikpreis entwickelte sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem der wichtigsten Volksmusikpreise im deutschsprachigen Raum. Es ist vor allem das Auswahlverfahren, das Beachtung findet: Eine Fachjury ermittelt Paten, meist Musiker und Sänger der älteren Generation, die aus ihrem musikalischen Umfeld einen "preis-würdigen" Musiker oder eine Gruppe benennt. So wird der Preis zum Zeichen der Wertschätzung zwischen Älteren und Jüngeren. Die Künstlerische Leitung und die Moderation des Festabends hat der ORF Moderator Philipp Meikl inne.

Neben dem Preisgeld erhalten die Sieger den "Pongauer Hahn", eine geschnitzte Hahn-Skulptur des jungen St. Johannes Bildhauers Moritz Moser. Der ORF Salzburg zeichnet den Abend auf und wird in Radio Salzburg gesendet.

2020 wurde die Veranstaltung "Pongauer Hahn" abgesagt. Nach dem Rückzug von Organisator Walter Hammerer hat die Stadtgemeinde St. Johann im Pongau die Auflage für dieses Jahr gestrichen. Laut Bürgermeister Günther Mitterer sind mit Walter Hammerer und dem verstorbenen Rudi Pietsch zwei wichtige handelnde Personen abhanden gekommen. Nachfolger zu finden sei schwierig. Sollte es gelingen, neue Organisatoren aufzutreiben, dann könne man über eine Wiederaufnahme reden, so Mitterer.[1]

Name

Der Name "Pongauer Hahn" verweist auf den weitum bekannten Hausberg der Stadtgemeinde St. Johann/Pg., den Hahnbaum wo der Auerhahn und der Birkhahn ihren Lebensraum haben.

Preisträger ♦♦ Paten

1996

  • Haslacher Dreigesang – Südtirol ♦♦ Geschwister Oberhöller - Südtirol
  • Höllbergmusi – Salzburg ♦♦ Franz Schwab (Zither) - Bayern

1998

  • Loisachtaler Dreigesang – Bayern ♦♦ Röpfl Dreigesang - Bayern
  • Goinger Weisenblässer – Tirol ♦♦ Peter Moser (Trompete) - Tirol

2000

  • Donnersbacher Viergesang – Steiermark ♦♦ Pongauer Viergesang - Salzburg
  • Griasmoargeiger – Steiermark ♦♦ Hermann Härtl (Geige) - Steiermark

2002

  • Frohberger Sänger – Niederösterreich ♦♦ Karl Schönthaller - Niederösterreich
  • Martin Weger – Osttirol ♦♦ Tobias Trost (Hackbrett) - Osttirol

2004

  • Rainbacher Dreig´sang – Oberösterreich ♦♦ Lois Neuper - Oberösterreich
  • Raffelemusik Hüttlinger-Milz- Allgäu ♦♦ Fritz Mayr (Maultrommel) - Bayern

2006

  • Geschwister Forster – Oberbayern ♦♦ Gebrüder Rehm - Bayern
  • Familienmusik Burgstaller – Innviertel ♦♦ Die Burgstaller - Oberösterreich

2008

  • St. Lorenzen Quintett – Kärnten ♦♦ Hans Pleschberger - Kärnten
  • Die Seespitzler – Osttirol ♦♦ Florian Pedarnig - Tirol

2010

  • Fuschler Dreigesang – Salzburg ♦♦ Balthasar Hauser -Tirol
  • Die Jungen Riederinger – Bayern ♦♦ Wasti Irlinger - Bayern

2012

  • Peter Windhofer, Pongauer Geigenmusi ♦♦ Salzburger Saitenbläser - Salzburg
  • Sepp Staber, Riederiger Sänger ♦♦ Sagschneider Malan - Bayern

2014

  • Roland Neuwirth, Extremschrammeln ♦♦ Die Stottern - Wien
  • Franz Posch, Innbrügglerr ♦♦ Markus Hochkoffer - Osttirol

2016

  • Hans Rindberger, Irrsee Bläser ♦♦
  • Petra Schnabl-Kuglitsch ♦♦

2018

  • Quartett "Blusenknöpf" ♦♦ Hans Pokorny von der Außerfeldner Tanzlmusi
  • Duo "Ramsch und Rosen" ♦♦ Dorli Draxler - Niederösterreich

Quellen

Einzelnachweis