Herren von Saaleck

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Die Herren von Saleck waren ein Rittergeschlecht, das seinen Sitz auf der Burg Saaleck in St. Martin bei Lofer hatte.

Geschichte

Herren von Saaleck traten urkundlich mehrmals an das Licht der Öffentlichkeit. 1167 zogen sie im Auftrag des Kaisers gemeinsam mit den Grafen von Plain und Heinrich von Mittersill nach Salzburg, wo sie plündernd und mehrere Kirchen wie auch das Münster (Dom) brandschatzend eine Spur der Verwüstung in der Stadt hinterlassen.

In den Jahren 1189, 1194 und 1215 sind die Herren von Saaleck als Burgherren auf der Burg Saaleck bekannt. Berchtold von Saaleck, sein Sohn Pilgrim, Dietrich und Gebolf von Saaleck sind laut Lahnsteiner „landbekannte Ritter“. Bei Besitzveränderungen fungierten die Genannten häufig als Zeugen der Vertragsabschlüsse und beglaubigten diese mit ihrer Unterschrift.

Ein solcher Vertrag betraf auch die Übergabe des Hofes Minza durch Pilgrim von Waidring an das Stift Berchtesgaden. Hier scheinen als Zeugen Heinrich, der Pfarrer von Lover, Haicemannus et Degenhardus de Wizbach (Haitzmann von Weißbach), Gebolfus de Saalekke – er war Untergebener von Pilgrim -, Pero von Lover und Uzo de Strubouel (Uzo von Strohwolln) auf.

Verlust der Stammburg

1267 ging die Burg Saaleck durch Kauf in das Eigentum der Herren von Walchen über. 1268 ist aber mit Wernher von Saleck erneut ein Saalecker Besitzer der Burg. 1325 scheint Conrad als Burgherr auf. Er wird als Chunrat der Ramseyder, Purkgraf von Saleckh erwähnt. Lahnsteiner ist der Meinung, dass dieser Chunrat und Conrad von Saaleck ein und dieselbe Person waren. 1330 scheint Konrad von Saleck erneut in einem Brief auf. Alber von Walchen überlässt darin seine Jungfrau Margareth dem Konrad von Saleck als freies Eigentum. Margareth ist hier als Magd und nicht als Frau zu verstehen.

Vom Ritter- zum Bauernstand

1367 wurde die Burg Saaleck von den Herren von Ramseiden zerstört. Das Geschlecht der Saalecker existierte noch einige Zeit weiter. 1503 wird ein Christoph von Saalegg erwähnt, 1529 kommt im Waldbuch ein Jakob Saalegger zu Saalegg vor. 1543 wird im Urbar des Pfleggerichtes Lofer und in einer Güterbeschreibung von 1562 ein Wolfgang Salegger zu Salegg genannt.

Es ist aber die letzte Nennung eines Vertreters des Geschlechtes der Salegger, die einst ritterlichen Standes, nun zu einem gewöhnlichen Bauerngeschlecht geworden waren.

Quellen