Hundeschlitten-WM 2013

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Die Hundeschlitten-WM 2013 fand in Neukirchen am Großvenediger im Pinzgau vom 21. bis 24. Februar 2013 statt.

Vorbereitung

Oft wird bei Großveranstaltungen ein Jahr lang geplant. Hans-Peter Kreidl und seine Kollegen Heribert Entacher und Michael Schweinberger hatten nicht einmal zwei Wochen Zeit, um die Schlittenhunde-WM 2013 in Neukirchen zu organisieren. Sie sind kurzfristig für das slowakische Donovaly eingesprungen, das wegen Schneemangels absagen musste.

Letzten Freitag hat mich der internationale Verband gefragt, ob wir einspringen können“, sagt Kreidl. Am Samstag gab es die erste Besprechung mit Bürgermeister Peter Nindl wegen der Unterstützung der Gemeinde. Am Montag sagte Nindl zu. „Dann haben wir mit rund 20 Bauern telefoniert, ob wir auf ihrem Grund fahren können“, sagt Kreidl. „Alle waren einverstanden.

Dabei kam den drei Neukirchenern vom Verein „hohe tauern aktiv“ zugute, dass sie 15 Jahre lang den Wildkogel-Longtrail veranstaltet haben, das höchste Schlittenhunderennen Österreichs. „Früher haben wir alle Bauern persönlich besucht. Da werden natürlich Schnapserl angeboten. Dafür hatten wir dieses Mal leider keine Zeit. Aber es hat sich ausgezahlt, dass wir gute Kontakte haben und immer alles sauber hinterlassen haben“, erklärt Kreidl. Noch am Montag sagte er dem Verband zu. Am Dienstag kam der Rennleiter, um die Strecke zu besichtigen.

Bis es am Donnerstag, den 21. Februar, los ging, mussten sie noch unzählige Dinge erledigen. „Die Strecke muss beschildert und mit einem Pistengerät präpariert werden“, sagt Kreidl. „Wir müssen auch eine Brücke über den Untersulzbach bauen und eine Mauer überwinden, die das letzte Mal noch nicht da war“, ergänzt Heribert Entacher. Dazu kommen die Zeitmessung und die Beschallung. Oft sorgen Kleinigkeiten für Probleme. „Wir hatten Mühe, einen Shuttledienst und Funkgeräte aufzutreiben, weil gleichzeitig noch andere Veranstaltungen stattfinden.“ Aber eigentlich könne sie nach 15 Jahren nichts mehr überraschen, sagt Entacher. „Wir hatten während der Veranstaltung auch schon einmal eine Geburt in einem Wohnwagen.

Für die Verkehrsregelung gab es eine Besprechung mit der Polizei. Geparkt wurde beim Sportplatz. Da dort normalerweise der Hubschrauberlandeplatz für Notfälle ist, musste ein Ausweichplatz für Helikopter gefunden werden. Zwei bis drei Tierärzte waren anwesend, um die etwa 1 000 Hunde zu betreuen. Die Tiere mussten von 10 bis 6 Uhr in der Nacht in ihren Boxen sein, damit Ruhe herrschte. Der Hundekot wurde gesammelt und entsorgt. „Aber das ist jetzt kein Problem, weil alles gefriert“, erklärt Entacher.

Etwa 200 freiwillige Helfer waren nötig. „Wir haben schon einen Pool von Leuten“, sagte Kreidl im Vorfeld. „Aber wenn jemandem fad ist, dann kann er sich gern noch melden.“ Auch das Budget kannten sie noch nicht genau. „Wir wissen derzeit nur, dass wir noch etwas brauchen. Den Grundbedarf decken die Gemeinde, die Bergbahnen und der Tourismusverband. Wie viele Zuschauer kommen, können wir überhaupt nicht abschätzen. Bei einer WM in Deutschland vor ein paar Jahren waren 40 000 Besucher.

Die Veranstaltung

Die Rennen wurden in der Sulzau ausgetragen. Den Auftakt zur WM machte am 21. Februar (Donnerstag) ab 20 Uhr die Eröffnungsfeier auf dem Marktplatz in Neukirchen am Großvenediger. Nach dem Einmarsch der Nationen wurden dort die Musher vorgestellt.

Freitag begann das Rennen um 13 Uhr und Samstag und Sonntag begannen die Rennen jeweils um 10 Uhr am Bärngartenhof in der Sulzau in Neukirchen am Großvenediger. Die Strecke führte über einen Rundkurs vom Bärngartenhof zum Preimis über Einöd und die Sulzaurunde zurück zu Start und Ziel.

Quellen