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Johann Ganisl

Johann Ganisl

Johann Ganisl (* 12. November 1956) ist ehemaliger Bürgermeister der Flachgauer Gemeinde Nußdorf am Haunsberg.

Leben

Johann Ganisl kommt politisch aus der Jugendarbeit, er war zwei Jahre Landesobmann der Landjugend. Von 1984 bis 1991 war Ganisl Mitglied des Nußdorfer Gemeinderats, 2000 wurde der Sägewerksbesitzer zum Ortsparteiobmann der ÖVP gewählt. Als solcher musste er sich 2003 mit der Krise um den damaligen Bürgermeister Erwin Zauner befassen. Dieser war nach Alkoholproblemen nicht mehr in der Lage, Sitzungen zu leiten, und daher krankheitsbedingt stark in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt. Im Jänner 2004 stellte die ÖVP Ganisl als Bürgermeisterkandidaten für die Wahl 2004 auf, die er auch souverän im ersten Wahlgang gewann.

Im Jänner 2006 revidierte die Wasserrechtsbehörde des Landes Salzburgs eine im Vorjahr gegen Johann Ganisl in seiner Funktion als Obmann des Reinhalteverbands Oichtental ergangene Verfügung. Die Wasserrechtsbehörde hatte ihm vorgeworfen, Aufgaben nicht erledigt zu haben. Es ging um die Überprüfung des Kanals in Nußdorf, Dorfbeuern und Göming. Der Befund sei nicht rechtzeitig vorgelegt worden. Gegen Ganisl wurde eine Strafverfügung erlassen, der Ortschef sollte 300 Euro zahlen. Die Strafverfügung wurde zurückgenommen, da das Vergehen − noch dazu eines ehrenamtlichen Mitarbeiters − als geringfügig angesehen wurde.

Bei der Bürgermeisterwahl am 1. März 2009 wurde Ganisl mit 86,3 %, bei der Bürgermeisterwahl 2014 mit 83,1 % der Stimmen − jeweils ohne Gegenkandidaten − im Amt bestätigt. Zur Bürgermeisterwahl 2019 trat er nicht mehr an.

Quelle

  • Salzburger Nachrichten
Zeitfolge