Kammerbücher

Aus Salzburgwiki
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Die Kammerbücher dienten den Salzburger Erzbischöfen als Nachweis verliehener Rechte sowie verfasster Gesetze und Verordnungen.

Geschichte

Um rasch in Notfällen den schriftlichen Nachweis von Rechten und Privilegien erbringen zu können, ohne vorher umfangreiche Archive in Sicherheit gebracht zu haben, ließen die Erzbischöfe in den Kammerbüchern Abschriften aller wesentlichen Staatsdokumente anlegen.

Es handelt sich dabei um sechs Bücher, die ab dem 14. Jahrhundert entstanden waren. Nach der Säkularisierung 1805 wurden diese Kammerbücher, zusammen mit anderen, tausenden Urkunden, nach Wien gebracht, wo sie seither im Österreichischen Staatsarchiv lagen.

Im März 2009 erhielt Salzburg zumindest diese Kammerbücher wieder zurück. Wie der Leiter des Salzburger Landesarchivs, Fritz Koller, erklärte, wäre Salzburg auch technisch nicht ausgerüstet, um alle Dokumente und Urkunden archivarisch nach den modernen Standards aufzubewahren und findet diese Lösung durchaus in Ordnung.

Im virtuelle Urkundenarchiv Europas im Internet[1] kann man bereits Tausende Urkunden online ansehen.

Einzelnachweis

Quelle