Klaus Gmeiner

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Klaus Gmeiner

Klaus Gmeiner (* 11. Juni 1932 in Bregenz, Vorarlberg) ist Regisseur des Salzburger Straßentheaters.

Leben

1932 in Bregenz geboren, kam Klaus Gmeiner 1954 nach Salzburg und besuchte am Mozarteum das Schauspielseminar. Danach war er als Dramaturg und Regisseur unter anderem am Landestheater in Salzburg und am Schauspielhaus Graz tätig. Von 1971 bis 1996 leitete er die Literatur- und Hörspielabteilung des ORF Landesstudios Salzburg. Seit 1985 ist Klaus Gmeiner Regisseur des Salzburger Straßentheaters. Er lebt in Salzburg und Wien.

Vorgestellt

"Ich fühle mich als Handwerker mit einem sehr schönen Material": So beschreibt Regisseur Klaus Gmeiner seine Arbeit für das Theater. Für das Salzburger Straßentheater hat er 2009 die Komödie "Olympia" von Franz Molnar (1927) ausgewählt.

Das Stück ist die 25. Inszenierung des Vorarlbergers für die Salzburger Institution, die er 1985 von ihrem Gründer Oscar Fritz Schuh übernommen hat. Und Klaus Gmeiner wird seiner Arbeit nicht überdrüssig. "Mich hat das Straßentheater schon immer fasziniert, und mir fällt immer wieder etwas Neues ein", sagt er schmunzelnd. "Mein Beruf hat mich immer ausgefüllt und macht mich glücklich."

Klassische Komödien und Lustspiele der Weltliteratur hat er zur Grundlage seiner Arbeit für das Straßentheater gemacht. "Das Publikum will sich unterhalten, die Leute wollen lachen", nennt er die Gründe, warum er sozialkritische oder tragische Stücke für nicht geeignet hält. Er versuche, "mit Niveau Menschen fröhlich zu machen". Von großer Bedeutung ist für Klaus Gmeiner die Sprache. "Es soll gute Literatur geboten werden", sagt er und bezeichnet sich als Sprachfanatiker. Auch das aktuelle Stück hat für Klaus Gmeiner "einen fabelhaften Dialog in österreichischer Sprache".

Mit "Olympia" von Franz Molnar beendet Klaus Gmeiner heuer zudem einen persönlichen "internationalen Komödienzyklus". Als Motivation für die Wahl von "Olympia" nennt er Friedrich Torberg. "Ich habe den Schriftsteller sehr verehrt, und er hat mich seinerzeit auf das Stück aufmerksam gemacht und es als 'Klassiker unter den Komödien' bezeichnet", erzählt er. "Das Stück handelt von der Höhe und dem Fall und hat besonderen Tiefgang."

Humor und Witz nennt Gmeiner als zentrale Elemente seiner Inszenierungen. In Molnars Stück geht es auch um die Oberflächlichkeit der Aristokratie. Gmeiner sieht Bezüge zur Aktualität – etwa zum gegenwärtig starken Interesse an Monarchien. Zu Gmeiners persönlichen Höhepunkten in seinem bisherigen Wirken für das Straßentheater zählt er Inszenierungen von Stücken Stefan Zweigs. Das Theater und das Lesen bezeichnet Gmeiner seit seiner Jugend als "sein Leben".

Literatur

Quellen

  • Salzburger Nachrichten (Eva Pittertschatscher)