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Kräuter- oder Fraubuschen

Kräuter- oder Fraubuschen sind Sträuße aus Kräutern, die am 15. August, dem „Großen Frautag“, geweiht werden.

Beschreibung

Die Kräuter oder Fraubuschen werden am „Großen Frautag“, das ist das Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August, in der Kirche geweiht. Sie bestehen aus neunerlei Heilpflanzen, die auf den Almen gepflückt und zu einem Strauß gebunden werden. Traditionell befindet sich der „Rugei“ (Fruchtstände der Alpenanemone) oder Eisenhut in der Mitte, rundherum werden Margeriten, violetter Enzian, Labkraut, Wermut, Schafgarbe, wilder roter Holunder, blauer Waldenzian und Arnika angeordnet und gebunden.

Anwendung

Die getrockneten Kräuter werden bei Krankheit für Mensch und Tier als Tee oder Einlauf zubereitet, die Kräuterreste in den Rauhnächten zerrieben und dem Vieh „für den Gsund“ unter das Futter gemischt.

Quellen

  • Richard Treuer, Bergheimat Pinzgau, S. 131, Verlag der Salzburger Druckerei, Salzburg 1977