Hauptmenü öffnen

Krainer Grau-Greiskraut

Krainer Grau-Greiskraut (Senecion incanus subsp. carniolicus)

Das Krainer Grau-Greiskraut (Senecio incanus subsp. carniolicus) ist eine Pflanze, die zur Familie der Korbblütler gehört.

Inhaltsverzeichnis

Name

"Greiskraut", häufig auch sekundär zu "Kreuzkraut" oder auch "Greisenkraut" verändert, ist eine (Art von) Übersetzung des lateinischen Namens "Senecio", und dieses gehört zu lateinisch "senex", "alt", auch "der Greis". (Davon kommt natürlich auch unser "Senior", aber auch "senil", andrerseits aber auch "Señorita"). Die Pflanze wird also als "Greisin" bezeichnet, und dies deshalb, weil die Samen mittels kleiner Flugapparate verbreitet werden, und diese Flugapparate sind nichts anderes als Haarschöpfe aus weißen Pappushaaren: Weiße Haare - das stellt die Verbindung zum "senex" her, zum weißhaarigen Greis. "Grau" bezieht sich auf die Farbe der Blätter (siehe Bild) und entspricht genau dem lateinischen "in-canus", "ins Graue gehend" (lat. "canus" ist "weiß-grau"). "Krain" beziehungsweise "carniolicus" spricht für sich selbst (allerdings mit der Einschränkung, dass es in ganz Krain eigentlich nur auf dem Grenzberg Weinasch in den Karawanken vorkommt und sonst nirgends). Im Salzburger Dialekt hieß (heißt?) die Pflanze "gelber Speik" oder, laut Förster F. A. Jirasek, 1806, auch "bestäubtes Kreuzkraut" - klingt nicht sehr volkstümlich, es sei denn, man interpretiert es als "angestaubtes", also graues Greiskraut.

Merkmale

Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler, Tribus Greiskrautförmige (Senecioneae), und ist zum Beispiel mit Huflattich, Pestwurz und Gamswurz verwandt. Die Blütenkörbe sind dottergelb und haben in der Mitte Röhrenblüten und außen Zungenblüten. Die fiederlappigen bis fiederschnittigen Blätter sind, zumindest im frühen Entwicklungsstadium, seidenhaarig-filzig und können so "ins Graue gehend" aussehen.

Vorkommen

Das Krainer Grau-Greiskraut ist eine typische Gebirgspflanze des subalpinen bis alpinen Bereichs und bevorzugt kalkarme Silikatrasen, so vor allem Randbereiche von Krummseggenrasen. Es kommt in den Zentralalpen (und in den Südalpen auch auf Kalkfelsfluren) vor.

Quellen