Kreisverkehr Thumersbacher Kreuzung

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Kreisverkehr an der ehemaligen Thumersbacher Kreuzung an der B 311 bei Bruck
Gewerbegebiet Bruck West und Bruck Nord mit Kreisverkehr an der B 311

Der Kreisverkehr Thumersbacher Kreuzung an der B 311 im Gemeindegebiet von Bruck an der Großglocknerstraße ersetzt die ehemalige Thumersbacher Kreuzung.

Verbindungen

Der Brucker Kreisverkehr verbindet die B 311 im Westen des Kreisverkehres mit dem Gewerbegebiet Bruck West, im Nord-Osten mit der Thumersbacher Straße, die auch zu weiteren Betrieben im Brucker Gewerbegebiet Nord und auch zur Westeinfahrt von Bruck - vorbei am Schloss Fischhorn - führt, und im Süd-Osten mit dem Maxi Markt und der dort befindlichen Tankstelle.

Hintergrund

An der Stelle des heutigen Kreisverkehres an der B 311 nordwestlich des Ortes Bruck befand sich früher die Abzweigung der Straße Richtung Thumersbach, Gemeinde Zell am See, die von der Kreuzung zuerst Richtung Nordosten und dann Richtung Norden nach Thumersbach führte. Nach der Ausweitung des Gewerbegebietes Bruck Nord und insbesondere nach der ursprünglich umstrittenen Erbauung des ersten der dort heute befindlichen zwei Großmärkte, beschloss die Gemeindevertretung von Bruck in seltener, fraktionsübergreifender Einstimmigkeit den Antrag auf die Errichtung eines Kreisverkehres.

Entwicklung

Der Kreisverkehr sollte nach Meinung der Gemeinde Bruck den vermehrten Verkehrsfluss, der sich aus der Errichtung von Großmärkten, einer Tankstelle und diversen anderen kleineren und größeren Firmen ergeben hat und durch die geplante weitere Belebung dieses Gewerbegebietes noch in verstärktem Ausmaß zu erwarten war, aufnehmen und den Verkehr an dieser Stelle flüssig halten, bzw. die Sicherheit des Einbiege- und Abbiegeverkehrs gewährleisten. Da man den Durchzugsverkehr auf der B 311, der kürzesten innerösterreichischen Ost-Westverbindung, im Streckenabschnitt zwischen Bischofshofen und Zell am See nicht weiter verlangsamen wollte, wurde der Antrag der Gemeinde auf Landes- und Bundesebene abgelehnt. Trotz intensiver Bemühungen und einiger Begehungen kam das Projekt wegen des Widerstandes der Landes- und Bundesbehörden nicht zur Umsetzung, worauf sich die Gemeinde gezwungen sah, mit hohen Kosten eine Umgehungsstraße zur gefahrlosen Erschließung des Großmarktes zu erbauen.

Errichtung

Mehrere Jahre später fand die Kreisverkehrsidee aufgrund des Verkehrsaufkommens doch noch Zustimmung und wurde daraufhin zusätzlich zur bestehenden Umgehungsstraße errichtet. Nach einigen Unfällen am Beginn hat sich dieser Kreisverkehr gut etabliert und ist tatsächlich – wie von den Brucker Gemeindevertretern und Gemeindevertreterinnen erwartet – als richtige Lösung der dort entstandenen Verkehrsproblematik erwiesen.

Resümee

Nach dem kostspieligen Rückbau der ursprünglich mit sechs Spuren überdimensionierten und teuer errichteten Umfahrungsstraße Bruck ist die Geschichte des Kreisverkehres Thumersbacher Kreuzung ein weiteres Beispiel für unnötige Ressourcenvergeudung öffentlicher Mittel im Bereich der Verkehrsinfrastruktur.

Quellen