Loretto-Gemeinschaft

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Taube: Logo der Loretto Gemeinschaft

Die Loretto-Gemeinschaft besteht aus einer Vielzahl über ganz Österreich und den Nachbarländern verteilter Gebetskreise mit charismatischer und katholischer Spiritualität.

Geschichte

Gründer der Gemeinschaft ist der Salzburger Georg Mayr-Melnhof. Nach einer Pilgerfahrt nach Medjugorje[1] gründete er im Sommer 1987 mit zwei weiteren Studenten einen kleinen Gebetskreis. Dieser Studentengebetskreis wuchs bald sehr rasch und führte zu weiteren Gebetskreisen und der Entstehung der heutigen Loretto Gemeinschaft.

2017 zählt die Gemeinschaft rund 500 Mitglieder, ein großer Teil davon sind Laien -darunter viele Jugendliche und junge Erwachsene, Ehepaare, Familien. Aber auch elf Priester und einige zölibatär Lebende (z. B. geweihte Jungfrauen) sind Mitglieder der Loretto Gemeinschaft. Aus der Gemeinschaft sind zahlreiche Ordensleute hervorgegangen.

Neben dem wöchentlichen Gebetskreis am Sonntagabend im Gotischen Saal in St. Blasius gibt es auch in St. Johann im Pongau, Saalfelden am Steinernen Meer und Abtenau Loretto Gebetskreise.

Vision

Die Loretto Gemeinschaft möchte innerhalb der Kirche für eine Erneuerung der Kirche beten, leben und wirken. Zentrales Anliegen ist, Räume zu schaffen, in denen Menschen Gott begegnen können.

Fest der Jugend

Fest der Jugend 2014, der in Licht getauchte Innenraum des Salzburger Doms
Fest der Jugend 2014, im Salzburger Dom

Zu Pfingsten veranstaltet die Loretto Gemeinschaft jährlich das große "Fest der Jugend" in und um den Salzburger Dom. Dabei kommen tausende Jugendliche aus allen österreichischen Bundesländern, den Nachbarländern aber auch weiter entfernten Ländern, wie der Ukraine, nach Salzburg, um gemeinsam zu beten, singen, Workshops zu besuchen, hl. Messen zu feiern und sich auszutauschen. Das Fest der Jugend beginnt mit einem Musical am Freitagabend und endet mit der Firmung am Montag Vormittag. Ein besonderes Highlight ist der Abend der Barmherzigkeit am Samstag: 100 Priester bieten Beichte und Aussprache an, die Warteschlangen dafür gehen bis zum Domeingang zurück. Außerdem ist das Allerheiligste ausgesetzt, Kerzenlicht, Weihrauch, ruhige Lobpreismusik hüllen den Salzburger Dom in eine ganz besondere Atmosphäre. Zu diesem Abend kommen auch immer wieder zahlreiche Salzburger, die sonst nicht am Programm teilnehmen. Ein weiteres Highlight ist der Marsch auf die Festung, der jedes Jahr am Sonntagabend stattfindet. Die Jugendlichen ziehen dabei mit Erzbischof Franz Lackner auf die Festung Hohensalzburg, um dort für die Stadt, das Land, aber vor allem für den Frieden zu bitten. Jedes Jahr nehmen mehr Jugendliche an diesem Pfingstfest teil. Da der Dom schon zu klein wird, wird am Vorplatz ein großes transparentes Zelt aufgebaut, in dem auf Bildschirmen die Veranstaltungen live übertragen werden. In die Organisation des Festes sind über 300 Freiwillige involviert. Die meisten darunter sind selbst Jugendliche, die in den Vorbereitungen helfen, Workshops leiten, Vorträge halten.

2014

Im Juni 2014 trafen sich rund 6 000 Jugendliche der Bewegung zum 15. Pfingstkongress in Salzburg. Am Samstagabend, den 7. Juni 2014, feierten sie einen heilige Messe im Salzburger Dom, im dem auch besondere Lichteffekte zu sehen waren. Am Pfingstsonntag besuchten die Jugendlichen dann die Festung Hohensalzburg. Ein Höhepunkt des Treffens war das Hochamt am Pfingstmontag im Dom, bei dem Erzbischof Franz Lackner die Firmung spendete.

2016

Im Mai 2016 kamen knapp 7 000 Jugendliche zum Fest der Jugend. Untergebracht waren sie in mehreren Salzburger Schulen.

St. Blasius

Beheimatet ist die Salzburger Loretto Gemeinschaft in der Stadtpfarre St. Blasius. Dort finden jeden Abend um 18:15 Uhr Gottesdienste statt, die meist von den Jugendlichen aus der Gemeinschaft mit modernen Lobpreisliedern musikalisch gestaltet werden. An jedem Sonntag findet um 19:30 Uhr ein Gebetskreis im Gotischen Saal in St. Blasius statt. Dieser beginnt mit Gesätzchen aus dem Rosenkranz, jugendlichem Lobpreis und einem Impuls. Am Ende des Gebetskreises wird das Allerheiligste für eine kurze Zeit der eucharistischen Anbetung ausgesetzt.

Home Mission Base

In einem Haus in Salzburg-Mülln direkt an der Salzach hat die Loretto Gemeinschaft 2016 die Home Mission Base eröffnet. Dabei handelt es sich um ein Haus, in dem eine Jüngerschaftsschule, zwei Kapellen, ein byzantinisches Gebetszentrum und mit der sogenannten "La Cantina" ein ganz spezielles Restaurant eingerichtet sind. In der "La Cantina" kann jeder essen kommen und so viel bezahlen, wie er kann. Die Home Mission Base setzt ganz bewusst einen Schwerpunkt auf soziales Engagement und kümmert sich um Menschen am Rande der Gesellschaft.

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise

  1. einem Marienwallfahrtsort in der Herzegowina