Mozartplatz

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Mozartplatz mit Mozartdenkmal, nordwestliche Ansicht
Karte
Panorama 180-Grad-Aufnahme des Mozartplatzes: v.l.n.r.: St. Michaels Kirche Salzburger Weihnachtsmuseum Antretterhaus Imhofstöckl Kapuzinerberg Mozart-Denkmal Amtsgebäude Mozartplatz 8-10 Salzburg Museum
Firma Gebrüder Werner im Imhofstöckl; Handelsunternehmen für Pfaff-Nähmaschinen und Styria-Dürkopp-Fahrrädern
Der Mozartplatz im Jänner 2012
Mozartplatz, südlicher Teil
Mozartplatz Südseite
Einhausung des Mozartdenkmals am Salzburger Mozartplatz mit Einkaufswägen zum Mozartjahr 1991 von Anton Thuswaldner

Der Mozartplatz ist ein repräsentativer rechteckiger Platz vor der Neuen Residenz in der Salzburger Altstadt.

Geschichte

Anfang 1604 war der von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau geholte italienischen Baumeister Vincenzo Scamozzi für mehrere Wochen in Salzburg. Der wichtigste Grund für seinen Aufenthalt war die Neuplanung des Salzburger Doms. Daneben ging es wohl auch um die Stadterweiterung und die Erweiterung der Alten und der Neuen Residenz. Zwei Wochen vor Scamozzis Abreise am 15. Februar 1604 ließ Wolf Dietrich den 1954 errichteten Hannibalpalast (für seinen Bruder Hannibal) sowie die ihn umgebenden Bürgerhäuser abreißen. Dort, wo der Hannibalpalast stand, sollte ein Festsaalbau mit Loggien geschmückten Verbindungstrakten zur Neuen Residenz entstehen. Salzachaufwärts sollten Gartenanlagen entstehen. Aber mehr als die Fundamente wurden 1604 nicht errichtet und so entstand ein Platz, den wir heute Mozartplatz nennen.

Der heutige Mozartplatz geht also auf Überlegungen von Wolf Dietrich zurück, seine Residenz von der Alten in die Neue zu verlegen und dementsprechend die Neue Residenz zu erweitern. Doch 1605 hatte sich dann der Fürsterzbischof endgültig entschlossen, in der Alten Residenz zu bleiben. Somit seht der Mozartplatz in keinem Zusammenhang mit der Neuplanung des Domes von Scamozzi oder der These, Scamozzi habe ein Konzept einer Idealstadt mit fünf Plätzen verwirklichen wollen.[1]

Bis 1849, also sieben Jahre nach der Enthüllung des Mozart-Denkmals, hieß der Platz nach der an ihr gelegenen Salzburger Landes-Hypothekenbank Aktiengesellschaft St. Michaels-Platz, auf dem der Michaelsbrunnen[2] stand, ab 1849 dann Mozartplatz.

Gebäude um den Platz

Das Imhofstöckl gehört heute der Stadtgemeinde Salzburg und wird von dieser überwiegend als Amtsgebäude genutzt
Nördlich dahinter liegt ein Teil der alten Stadtmauer, die aus der Zeit von Fürsterzbischof Paris Lodron stammt.
die Häuser Mozartplatz 8, 9 und 10 mit ihrer heute einheitlichen Fassade sind ehemalige Kanonikalhäuser aus dem 17. Jahrhundert.
Das Haus Nr. 8 trägt das Wappen von Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg
Das Haus Nr. 9 trägt das Wappen von Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach
dieses Gebäude war zur Zeit von Georg Trakl das Geschäftslokal der gut gehenden Eisenhandlung seiner Eltern gewesen

Mozart-Denkmal

Hauptartikel: Mozart-Denkmal am Mozartplatz

In der Mitte des Platzes steht auf einem hohen Sockel das Denkmal von Wolfgang Amadeus Mozart, das 1842 von Ludwig von Schwanthaler geschaffen und von Johann Stiglmaier gegossen wurde. Das Denkmal wurde am 4. September 1842 im Beisein der zwei noch lebenden Söhne Mozarts enthüllt. Franz Xaver Wolfgang Mozart, genannt Wolfgang Amadeus Mozart (Sohn), dirigierte zu Ehren seines Vaters eine selbst verfasste Festkantate op. 30.

Die Frau Mozarts, Constanze, verstarb kurz davor am 6. März. Am 16. August 1952 ließ die Stadt Salzburg eine Gedenktafel für Constanze Mozart und ihre Schwägerin Sophie Haibl am Haus Mozartplatz 8 anbringen.

Archäologie

Unter dem Mozartplatz wurde bei Arbeiten für das Fundament der Mozartstatue ein großes römisches Mosaik des Archeloos mit einem Athletenkampfbild geborgen. Dieses durch Fotografien erhaltene Mosaik ist dann spurlos verschwunden. Eine kleine Kopie, die von den Fremdenführern aus Salzburg gespendet wurde, ist am Fuße des Denkmals noch zu sehen.

Betriebe und Geschäfte

Bilder

 Mozartplatz – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

Fußnoten

  1. Quelle Begleitbuch Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau zur gleichnamigen Landesausstellung 1987, Seite 198
  2. Quelle Mülln