Mythos und Symbol der Großglockner Hochalpenstraße im Ständestaat

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Mythos und Symbol der Großglockner Hochalpenstraße im Ständestaat ist ein Beitrag von Univ.-Prof. Dr. Franz Schausberger im Buch Die Großglockner Hochalpenstraße Erbe und Auftrag

Über den Beitrag

Die Großglockner Hochalpenstraße im Autoritären Ständestaat

Jedes politische System versucht, das Gedächtnis zu besetzen, es zu definieren bzw. umzudefinieren oder es neu zu formen. In den Gedächtnisorten – gleich ob Landschaften, Denkmäler, Straßen, Plätze, Gedenktafeln – spiegeln sich die Brüche der politischen Systeme. Die Politik bedarf daher der Mythen und Symbole, um gruppenspezifische und kollektive Identitäten zu schaffen und zu festigen. Der Mythos stützt u. a. Legitimität und Anspruch politischer Gruppierungen und Regime. Mythen und Symbole zur Schaffung von Identitäten und zur Unterstützung der Legitimität der Herrschaft waren daher auch für den autoritären Ständestaat von grundlegender Bedeutung, besonders im bipolaren Kampf gegen den Austromarxismus und den Nationalsozialismus sowie für die Eigenständigkeit, die Bollwerkfunktion und die europäische Sendung Österreichs.

Deshalb war auch im Zusammenhang mit der Großglockner Hochalpenstraße immer wieder die Rede vom christlichen Missionsauftrag Österreichs im Donauraum und von seiner Bollwerkfunktion gegenüber dem Ansturm des neuheidnischen Nationalsozialismus. „So möge die Glocknerstraße ein verheißungsvolles Symbol der völkerverbindenden Mission Österreichs im Prozesse europäischer Wiedererneuerung sein!“, schrieb Bundeskanzler Kurt Schuschnigg in seiner Festschrift zur Eröffnung 1935, in der es von Symbolen und symbolischen Zusammenhängen nur so wimmelte.

PDF-Link

  • Link zum Beitrag Dr. Schausberger als pdf

Quelle