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Pionierbataillon 2

Boote des Pionierbataillon 2

Das Pionierbataillon 2 (PiB2) ist der Kampfunterstützungsverband der 6. Jägerbrigade, der Gebirgsbrigade des Österreichischen Bundesheeres.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Das Pionierbataillon 2 ist in der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim stationiert. Die Soldaten des Verbandes sind besser bekannt unter dem Namen "Salzburger Pioniere", ihr aktueller Kommandant ist Oberstleutnant Günther Gann. Die Stärke des Bataillons beträgt ca. 230 Kadersoldaten und 300 Grundwehrdiener.

Aufgaben

Die Kernaufgaben des Bataillons sind das Fördern der eigenen Bewegung, das Hemmen der feindlichen Bewegung, der Schutz vor Waffenwirkung und die Erhöhung der Standfestigkeit, die Kampfmittelabwehr sowie die Katastrophenhilfe. Diese Aufgaben werden durch moderne Geräteausstattung, gute Infrastruktur und umfassende Ausbildungen sichergestellt.

Das Feldlagersystem COLPRO ("Collective Protection") wird durch das Bataillon für Bedarfsträger des gesamten Bundesheeres bereitgehalten und betrieben. Das Zeltsystem COLPRO zeichnet sich durch hohe Mobilität, den Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Kampfstoffen sowie die modulare Einsatzmöglichkeit sowohl als Gefechtsstand als auch als Unterkunft aus.

Pioniere stehen seit jeher für Hilfeleistungen und Katastropheneinsätze in ganz Österreich zur Verfügung. Ihre Ausrüstung ermöglicht es ihnen gerade auch im zivilen Umfeld rasch und umfangreich helfen zu können. Ihre ureigenste Aufgabe ist allerdings die Pionierunterstützung der Kampftruppen, so zum Beispiel der Bau von Brücken, die Instandsetzung von Straßen, damit diese auch mit schwerem Gerät befahren werden können. Die Soldaten des Pionierbataillons werden auch besonders für friedenssichernde Auslandseinsätze geschult.

Die Pioniere erledigen im Ausnahmefall auch zivile Aufträge, wie z. B. der Brückenschlag einer 40 Meter langen und 41,5 Tonnen schweren Behelfsbrücke in Mittersill.

Gliederung

Das Pionierbataillon 2 ist seit dem 1. Dezember 2009 wie folgt gegliedert:

  • Kommando & Stabskompanie
  • Panzerpionierkompanie
  • Pionierkompanie (gebirgsbeweglich)
  • Pionierbaukompanie (PiBauKp) (KIOP/KPE)
  • Technische Kompanie
  • Truppenambulanz stationär

Die Salzburger Pioniere sind ein Teil der 6. Jägerbrigade mit Kommando in Absam in Tirol. Dieser Verband ist die Gebirgsbrigade des Bundesheers.

Waffen und Gerät

Wegen der besonderen Verwendung sind die Soldaten des Pionierbataillons 2 auch mit besonderen Geräten ausgerüstet. Neben den gängigen Infanteriewaffen verfügen die Salzburger Pioniere über Hydraulikraupenbagger, Schreitbagger, Radlader, Kräne, Teleskopstapler, Pionierpanzer, Bergepanzer, Schwerlasttransporte, handelsübliche Pkw, Sturmboote, Flachwasserboote und die Pionierbrücke 2000, die von zehn Mann innerhalb einer Stunde aufgebaut werden, bis zu 40 Meter überspannen kann und ein geschlossene Fahrbahn für Fahrzeuge bereitstellt. Der Infanteriesteg mit einer freien Spannweite von bis zu 30 Metern (mit Auflagen unbegrenzt) ermöglicht die Passage von acht Soldaten pro Minute.

Seit 2009 kann die Truppe auch auf eine mobile Seilbahn zurückgreifen. Das modernste Gerät für sind Polaris-Quads, die wegen ihrer Geländegängigkeit und Wendigkeit für Transporte in schwierigen und gebirgigen Gelände besonders geeignet sind.

Geschichte

Bereit in der k.u.k. Armee existierten Salzburger Sappeure und Pioniere, eine technische Spezialeinheit für Festungsbau und Lagererrichtung, Belagerungstechnik, Brücken- und Wasserbau, sowie andere technische Aufgaben, die mit zwei Bataillonen in der Lehener Kaserne untergebracht waren und in der Lehener Au an der Salzach einen Übungsplatz hatten. Deshalb wurde dort auch ein Pionierdenkmal errichtet und findet dort jährlich etwa Mitte Oktober eine Gedenkfeier statt.

Die Geschichte des Pionierbataillons 2 begann im August 1956 in Melk, Niederösterreich. Dort wurde die 1. Kompanie des Pionierbataillons 8 aufgestellt und bereits am 9. September 1956 nach Salzburg verlegt, wo am 15. Oktober 1956 der erste Einrückungstermin von Jungmännern in die Schwarzenbergkaserne stattfand.

Am 1. September 1958 hatte das Pionierbataillon 8 echte Bataillonsstärke erreicht. 1963 wurde es in Pionierbataillon 3 umbenannt und in der Folgezeit mehrmals umgegliedert. Am 1. März 1994 erfolgte die Umbenennung in Pionierbataillon 2.

Kommandanten

Die Liste der Kommandanten des Pionierbataillons 2 umfasst unter anderem folgende Namen:

webkink

Bilder

 Pionierbataillon 2 – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen