Salzburg (Kupferstich) Friedrich Bernhard Werner

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Der Kupferstich von Salzburg von Friedrich Bernhard Werner zeigt in einem Bild von etwa 1740 eine historische Ansicht der Stadt Salzburg im Jahr 1710.

Künstler

Friedrich Bernhard Werner (* 1690; † 1776) war ein Bildnis- und Ornamentstecher in Augsburg.[1]
Er arbeitete für den Verlag von Martin Engelbrecht in Augsburg.

Kupferstich

"Salzburg", ca. 1740, kolorierter Kupferstich von Friedrich Bernhard Werner
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Beschreibung

"Salisburgum - Salzburg" oder "Gesamtansicht von Salzburg" von Friedrich Bernhard Werner,

kolorierter Kupferstich nach Fridr.Bernh. Werner bei Martin Engelbrecht, Augsburg, ca. 1740, 56 x 71 cm, im Vordergrund Kartusche mit Wappen, allegorischen Figuren, Bergwerk und Fassbinder, staffagierte Ansicht.
oben links und rechts in Kartusche gestochene Erklärungen 1 - 30 in Latein (sin.) und Deutsch (dext.). - Feines Kolorit
Signatur-Zeile unten: Fridr. Bernh. Werner urb. del. - Thomas Scheffler ornament: inv. et. del. - cum priv: Sac: Cas: Maj: - Joh. Georg. Pinz sculpsit - Martin Engelbrecht excudit A.V.

Erklärungen (Bild-Details)

Nr. Beschreibung in Latein (linke Legende ) Bildausschnitt (Detail) Beschreibung in Deutsch (rechte Legende )
1 Castellu primariu Salzburgu excelsum Haupt Festung hohe Salzburg
2 Orphanotropheum
Bildmitte: Schloss Bürglstein (Schloss Arenberg)
links davon: Waisenhaus
oberhalb: Schloss Rehling (Schloss Elsenheim)
Das Waisenhaus
3 Suburbio Saxo Stein Die Vorstatt Stein
4 Porta vallis Monialium
Kajetanertor (links der Kajetanerkirche mit Brücke)
Das Nonenthal Tor
5 Templum Cajetanorum Cajetaner Kirch
6 Coenob. Monialium, Mons - Monialiu dictum Frauen Closter Nonenberg
7 Portula S. Michaelis
Michaelstor, im Bild kaum sichtbar
S. Michaelis Thörl
8 Nova Structura Principis et Symphonia campanaru Hochfürstl. Neugebäu und Glockenspiel
9 Archi. Esciscop. Templ. cathedr. Erzbischöfl. Dom Kirch
10 P.P.Benedictini ab S. Petrum Benediktiner zu S. Peter
11 Templu P.P. Franciscanoru Franciscaner Kirch
12 Residentia Archi. Esciscop.
Alte Residenz
Nr. 12 fehlt im Bild
Die Erzbischöfl. Residenz
13 Bractearioru port. aquaria Klampferer Wasserthörl
14 Coenob. P.P. Capucinorum Capuciner Closter
15 Curia Das Rathaus
16 Arx Edmundi Die Edmunds Burg
17 Templum Universitatis Universitäts Kirch
18 Magnu Theatru in aula Academica
Alte Universität mit der Aula Academica
Das Große Theatrum in Aula Academica
19 Hospitale Civicu ad Spir. S Bürgerspital zum Hl. Geist
20 Veto Turnix, porta aquar.
Alte Thürnitz mit dem Fleischtor (Wassertor)
Alt Türnitz Wasserthor
21 Monial Ursul. ad. S. Marcu Ursulinerin zu S. Marco
22 Mons Monachorum Der Mönchs Berg
23 Novo aditus ad istum Der neue Paß auf denselben
24 S. Ioann. magn. Hospitale
St. Johanns-Spital
(obere Bildhälfte)
S. Iohan. Grosse Spital
25 Coenob. P.P. Augustinianoru in suburbio molarum
Augustinerkloster Salzburg und Mülln
(untere Bildhälfte, sehr frei interpretiert)
Augustiner Closter in der Vorstatt der Mühlen
26 Ad S.S. Trinitate, Abanaeu et Colleg. Virgilanum Zur Hl. Dreifaltigk. Aluminat. u. Virgilianisches Collegium
27 S. Sebastian. Domo Fratrum a magnum Coemeterium, in pio Theophrasti Paracesli Sepulcrum S. Sebastian. Bruderhauß u. grosse Freüdhoff, auf welchem des Theophrasti Paracesli Begräbnüß
28 Porta Linziana Das Linzer Thor
29 Palatiu Comitis Lodron Gräffl. Lodronische Pallast
30 Palatiu Recreationis Principis et Horto ital Mirabella Hochfürstlicher Lust Pallast und Welscher Garten Mirabella

Anmerkung

Die Darstellung der Bauwerke erfolgt recht genau nach einer älteren Vorlage und folgt daher dieser in recht freier Form gehaltenen Ansicht. Im Bild sind in der Neustadt fünf ganze Bollwerke zu sehen. Die Neustadt war aber von vier ganzen Bollwerken gesichert. Im Bild selbst fehlen die Nummern "4" und "12", in den seitlichen Kartuschen des Bildes werden Bauwerke aber unter diesen Nummern aufgezählt.

Quelle

  • Bildunterschriften des kolorierten Kupferstiches

Einzelnachweise