Oberösterreichisch-Salzburgischer Sängerbund

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Der Oberösterreichisch-Salzburgische Sängerbund war ein Verband von Chorvereinigungen, der mit Unterbrechungen von 1864 bis 2001 bestand.

Geschichte

Im Gefolge des am 23. Juli 1861 in Nürnberg, (heute Bayern), veranstalteten Deutschen Sängerfestes wurden im deutschen Sprachraum etliche Verbände von Gesangsvereinen, genannt Sängerbünde, gegründet.

Die Sängerbünde schlossen sich zum am 21. September 1862 in Coburg (heute Bayern) gegründeten Deutschen Sängerbund zusammen. Den österreichischen Sängerbünden wurde von den österreichischen Behörden jedoch zunächst der Beitritt untersagt, erst ab 1868 war ihnen die Mitgliedschaft gestattet, die schließlich 1945 endete.

Gegründet 1862 /63, umfasste der Salzburger Sängerbund im Jahr 1863 zehn Vereine und 243 Sänger.

1864 vereinigte er sich mit dem Oberösterreichischen Sängerbund zum Oberösterreichisch-Salzburgischen Sängerbund.

Im Mai 1889 fand in Salzburg ein großes Sängerbundfest statt, bei dem am Festkonzert in der Aula mehr als 800 Sänger mitwirkten[1].

1891 wurde innerhalb des Oberösterreichisch-Salzburgischen Sängerbundes der Salzburger Sängergau gegründet, dem sich allerdings nicht alle Salzburger Vereine anschlossen. Nach einigen Jahren trat er aus dem Sängerbund aus. 1912 gehörten ihm 21 Vereine mit 350 Sängern an.

1924 erfolgte die Trennung des Oberösterreichisch-Salzburgischen Sängerbundes in den Oberösterreichischen Sängerbund und den Salzburger Sängerbund, in dem nun der Salzburger Sängergau aufging.

Der Salzburger Sängerbund umfasste im Jahr 1928 37 Vereine mit 1.154 Sängern.

Leiter des Salzburger Sängerbundes war Max Gehmacher (senior) (* 20. Juli 1858 in Mauthausen, ; † 29. Oktober 1938 Salzburg), der mit der Salzburger Sopranistin Maria Keldorfer-Gehmacher (* 2. April 1892 in Salzburg; † 30. August 1977 in Neureichenau in Bayern) verheiratet war.[2]

1949 wurde erneut ein gemeinsamer Oberösterreichisch-Salzburgischer Sängerbund gegründet.

2001 erfolgte eine neuerliche Trennung, und es entstand der Chorverband Salzburg.

Literatur

Hans Commenda: Die Geschichte des Oberösterreichischen Sängerbundes (Linz 1934)

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle Chronik der Liedertafel Zell am See
  2. Eintrag „Keldorfer, Familie“in Oesterreichisches Musiklexikon ONLINE