Schlangengang (Festung Hohensalzburg)

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Festung Hohensalzburg von Osten; v.l.n.r. Schlangengang bis zum Bürgermeisterturm
Schlangengang, Ansicht nach Nord
Schlangengang I, 3 m breit

Der Schlangengang ist eine Verteidigungsanlage im Osten der Festung Hohensalzburg auf dem Festungsberg in der Altstadt der Stadt Salzburg.

Lage

Der Schlangengang ist eine vorgelagerte Mauer oder ein Zwinger, welche(r) die Festung von der Rosspforte im Südosten, über die Flanke des Festungsberges im Osten hinab bis zum Bürgermeisterturm im Nordosten umfasst und schützt.

Name

Die Bezeichnung Schlangengang ist ableitet von den Feldschlangen. Das sind kleinere "wendige" Kanonen oder Geschütze, die gegen Ende 15. Jahrhundert bis Anfang 16. Jahrhundert gebräuchlich waren.

Geschichte

Der Schlangengang ist jene äußere Mauer, die Fürsterzbischof Bernhard von Rohr um 1479 gegen Nonntal hin errichtet hat. Nach 1623-1630 wurde dem Schlangengang von Matthäus Lang von Wellenburg angelegten Nonnbergbasteien vorgesetzt. Die Nonnbergbasteien wurden so zu den ersten echten Außenbasteien der Festung. Zuvor bildete der Schlangengang alleine die Außensicherung der Festung gegen den Nonnberg hin.

Im Mittel ist er etwa zwölf Meter hoch und hat eine Mauerstärke von drei Metern. An der Außenseite sind bis heute die Kragsteine für den ehemals hölzernen Wandschirm (Brustwehr) zu sehen, die das Bauwerk auf etwa 1480 verweisen. Mittig im Schlangengang befindet sich ein kleiner Turm, der die Bezeichnung Giftturm trägt.

Im 16. Jahrhundert wurden an der Außenseite des Schlangenganges zwei Magazine errichtet: südlich des Reißzuges der Luntenturm und nördlich das alte Zeughaus, das später als Handmühlengebäude bezeichnet wurde.

Bildergalerie

Plan

Quelle