Rosspforte (Festung Hohensalzburg)

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Rosspforte, Festung Hohensalzburg
Rosspforte, Ansicht; Ost nach West
Rosspforte, Ansicht; West nach Ost

Die Rosspforte ist eine Toranlage im Südosten der Festung Hohensalzburg am Festungsberg in der Altstadt von Salzburg, durch die der Zugang zum großen Burghof entweder zugelassen oder verweigert werden kann.

Geschichte

Die Toranlage wurde um 1500 oder später errichtet und stand der damalige Zugang zur Festung frei. Das zweite Geschoss, das nur von der Höllenpforte zugänglich ist, und auch das dritte Geschoss dürfte erst um 1500 unter Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach entstanden sein. Dies ist daran zu erkennen, dass es im zweiten und dritten Geschoss nach innen gerichtete Fenster gab. Diese sind heute vermauert. Der heute viergeschossige Torturm ist und dessen drittes Geschosses sind zur Zeit von Fürsterzbischof Paris Graf Lodron um 1630 dazugekommen. Es entstand unter Lodron eine Treppe im dritten Geschoss, die ins vierte führte, das nicht mehr zum Torturm gehört, sondern bei der Errichtung des neuen Zeughauses darübergebaut wurde. Zuletzt wurde 1636 das Gewölbe in der Rosspforte eingezogen. In dieser langen gewölbten Durchfahrt befindet sich ein kleiner Raum für die Torwache mit einer sich anschließenden kleinen Küche.

An die Rosspforte unmittelbar oberhalb anschließend befindet sich die Schleuderpforte, die früher auch eine eigene Toranlage war.

Namen

Die Rosspforte hat ihren Namen mutmaßlich dadurch erhalten, dass sie maximal nur von einem Pferd passiert werden kann.

Architektur

An der Außenseite ist die Rosspforte stark befestigt. Über dem Tor sind im ersten Geschoß drei Geschützöffnungen mit Prallschutz, darüber ist zweiten Geschoß ein gemauerter Wehrgang mit sieben Schießscharten. Im dritten Geschoß war früher ein zweiter Wehrgang aus Holz (siehe Auflager). Im vierten Geschoß Darüber ist noch eine geschützte Aussichtsstellung.

An der Innenseite besitzt die Rosspforte ein massiv ausgeführtes Rundbogengewölbe mit zwei starken mittelgroßen Toren. Sollten Angreifer bis hier gelangen, so könnte man sie zwischen den beiden Toren im Gewölbe einschließen und diese durch Öffnungen in der Decke beschießen oder mit heißem Pech übergießen.

Bildergalerie

Plan

Quellen