Gerhard Walterskirchen

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Prof. Walterskirchen bei seinem Vortrag im Salzburger Dom am 3. November 2018 im Rahmen des WikiAlpenforum Salzburger Orgellandschaft

Ass.-Prof. em. Dr. Gerhard Walterskirchen (* 29. Oktober 1939 in Kemmelbach an der Ybbs, ) ist ein österreichischer Musikwissenschaftler.

Leben

Gerhard Walterskirchen kam als viertes Kind des Ministerialbeamten Ernst Walterskirchen und seiner Ehefrau Christine zur Welt. Dr. Herbert Walterskirchen ist sein Bruder. Die Volks- und Hauptschule besuchte er in Ybbs an der Donau, von 1953 an das humanistische Stiftsgymnasium der Benediktiner in Seitenstetten, wo er 1958 die Reifeprüfung ablegte. Anschließend inskribierte er an der Universität Wien (Rechtswissenschaften) und am Konservatorium der Stadt Wien (Orgel). 1966 begann er das Studium der Schulmusik am Mozarteum, an der Universität Salzburg die Studien Musikwissenschaft, Kunstgeschichte, Pädagogik und Philosophie. 1970 erwarb er die Lehrbefähigung für Musikerziehung, 1972 das Diplom im Konzertfach Orgel und Instrumentalmusik. Nach Jahren als Musikerzieher am Musisch-pädagogisches Bundesrealgymnasium begann er 1975 als Vertragsassistent am Institut für Musikwissenschaft Salzburg,[1] wo er 1982 promoviert wurde und bis zu seiner Emeritierung als Assistenzprofessor wirkte.

Dr. Walterskirchen ist ein gefragter Organist, Orgelbausachverständiger, Referent, Herausgeber und Publizist mit einem auf die historische Musikwissenschaft ausgerichteten Œuvre.

Darüber hinaus enagiert er sich für die Johann-Michael-Haydn-Gesellschaft und die Salzburger Bachgesellschaft.

Werke

(Auswahl)

  • Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Beiträge zu 700 Jahren Orgelbau in der Stadt Salzburg, Dissertation Universität Salzburg 1982 (Ms).
  • Orgelfrühling in Salzburg. In: Singende Kirche, Jg. 22 (1974/75), Nr. 3, S. 134.
  • Baugeschichte der Orgel der Universitätskirche, in: Die Orgel der Universitätskirche Salzburg. Weihe der renovierten Mauracher-Orgel 10. Juli 1982, Salzburg 1982, S. 13–19.
  • Orgelbau und Orgelmusik im 19. Jahrhundert in Salzburg. In: Bürgerliche Musikkultur im 19. Jahrhundert in Salzburg, Symposiumsbericht 1980, redigiert von Rudolph Angermüller, hg. von der Stiftung Mozarteum, Salzburg 1981, S 104–111.
  • Aus der Orgelchronik unserer Pfarrkirche. In: Die italienische Orgel bei St. Erhard im Nonntal. Festschrift zur Orgelweihe, Salzburg 1984 o.S.
  • − und Gottfried Franz Kasparek: Die Geschichte der Orgel im Großen Saal der Stiftung Mozarteum, in: Propter-Homines-Orgel im Großen Saal der Stiftung Mozarteum Salzburg. [Festschrift]. – (Salzburg: Internationale Stiftung Mozarteum 2010).
  • Zur Geschichte der großen Orgel im Salzburger Dom 1300–1984, in: Die große Orgel im Salzburger Dom. Festschrift zur Weihe der neuen großen Orgel im Salzburger Dom 1988, hg. vom Metropolitankapitel von Salzburg. Schriftleitung: Ernst Hintermaier, Salzburg 1988.
  • − und Lars E. Laubhold (Vorgelegt von): Klang-Quellen. Festschrift für Ernst Hintermaier zum 65. Geburtstag. Symposionsbericht. – (München:) Strube (2010). (Veröffentlichungen zur Salzburger Musikgeschichte. 9.)
  • Das historische Glockenspiel der Salzburger Residenz. Probleme einer Restaurierung, in: Mozart im Zentrum. Festschrift für Manfred Hermann Schmid zum 60. Geburtstag, hg. von Ann-Katrin Zimmermann und Klaus Aringer. – Tutzing: Hans Schneider 2010, S. 37-49.
  • − und Kurt Birsak: Die Orgelinstrumente im Salzburger Museum Carolino Augusteum, Jahresschrift, Salzburg 1977/78.
  • Mozart und die Orgel. "der König aller instrumenten", in: Zwischen Himmel & Erde. Mozarts geistliche Musik. (Katalog mit Audio-CD zur 31. Sonderschau des Dommuseums zu Salzburg, 8. April bis 5. November 2006), hg. von Peter Keller und Armin Kircher. – (Salzburg:) Dommuseum zu Salzburg, (Regensburg: Schnell & Steiner), (Stuttgart: Carus-Verlag) (2006), S. 47-49
  • Musik - Werke - Komponisten, in: Hanswurst und Zauberspiel. Das barocke Universitätstheater in Salzburg, hg. vom Salzburger Museum Carolino-Augusteum. – (Salzburg: Salzburger Museum Carolino-Augusteum) (2004), S. 18-19 (Salzburger Museumshefte. 6.)
  • Mozarts Salzburger Kirchenmusik gestern und heute. Dritter Teil der SN-Serie über die Mozart-Spielstätten in Salzburg, in: Salzburger Nachrichten 52 (1996), Salzburg, 9. Juli 1996, S. 9
  • Improvisatorische Modalitäten in der Instrumentalmusik des 18. Jahrhunderts, in: Musik Mitteleuropas in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Bericht über die Internationale musikwissenschaftliche Konferenz Bratislava, 23. bis 25. März 1992, hg. von Pavol Polák. – Bratislava: Institut für Musikwissenschaft der Slowakischen Akademie der Wissenschaften 1993, S. 127-133 (Congressus internationales musicologici Bratislavenses. 1.)
  • Jörg Stenzl, Ernst Hintermaier, Gerhard Walterskirchen (Hg.): Salzburger Musikgeschichte. Vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert, Verlag Anton Pustet, Salzburg - München 2005.
    • Orgelbau, S. 364-370.
  • Die den Brüdern Weitmoser gewidmeten Sacrae Cantiones von Sebastian Hasenknopf im Kontext der Musik der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 149, 2009, S. 75.
  • “… er ist der Stolz der Stadt für ewige Zeiten.“ Aufstieg und Fall des Orgelbauers Ludwig Mooser. Festschrift Alfred Reichling zum 70. Geburtstag, hg. von Roland Behrens und Christoph Grohmann, Gesellschaft der Orgelfreunde 2005 (Sonderdruck), S. 525–536.
  • Zur Geschichte der Chormusik im Gottesdienst. Erzdiözese Salzburg, in: Kirchenchöre Österreichs. Geschichte der Chormusik im Gottesdienst und Dokumentation von Kirchenchören in Österreich und Südtirol (Ausgabe A), hg. von Johann Trummer, Graz 1987, S. 12–25.
  • „… WEIL DER ORGANIST DOCH IMMER AM BESTEN VERSTEHT, WAS SEIN BEDARF IST“. EIN UNBEKANNTES ORGELGUTACHTEN VON FRANZ XAVER GRUBER, in: De Editione Musices. Festschrift Gerhard Croll zum 65. Geburtstag, hg. von Wolfgang Gratzer und Andrea Lindmayr, Salzburg 1992, S. 339–347.

Festschrift

  • Andrea Lindmayr-Brandl, Thomas Hochradner (Hrsg.): Auf eigenem Terrain. Beiträge zur Salzburger Musikgeschichte. Festschrift für Gerhard Walterskirchen zum 65. Geburtstag. – Salzburg: (Selke Verlag) 2004.

Quellen

Einzelnachweise

  1. LEBENSLAUF, in: Gerhard Walterskirchen: Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Beiträge zu 700 Jahren Orgelbau in der Stadt Salzburg, Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 289 (nicht paginiert).