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Schrannengebäude

In der Bildmitte im Hintergrund sieht man das Schrannengebäude.

Das Schrannengebäude ist ein nicht mehr bestehendes Gebäude im Andräviertel in der Neustadt der Stadt Salzburg.

Geschichte

Der Plan zu dieser Halle reicht bis 1784 zurück. Der hochfürstliche Entschluss, ein auf 5 000 Schaff Getreide fassendes Magazin zu bauen, ist datiert vom 9. Juli 1787. Erbaut wurde der Kornspeicher unter Fürsterzbischof Colloredo 1788 bis 1790.

Das Modell machte der Zimmermeister Franz Krall. Den Riss machte der Hofbauverwalter Franz Staiger. Als Portale wurde die Zeichnung des Ingenieur Hauptmanns Ludwig Grenier ausgewählt. Letztlich wurden aber dann dessen vorgeschlagene Verzierungen weggelassen. Auf dem ersten Portal schlug Staiger die Aufschrift vor:

Rei publicae bono (Hieronymi principisj provido iussu - primi provinciae ordines - hoc annonae promtuarium -- fieri fecerunt - MDCCLXXXVlfl.

Die Landschaft aber dekretierte am 24. April 1790: dass die Aufschrift teutsch und zwar "Landschaftl. Getreidkasten erbaut im jahr 1788" gemacht werden solle.

Es war ein mächtiges, grau verputztes Gebäude. Das im Verputz gequaderte Untergeschoß war durch einen Sims von dem glatten, mit Ortsteinen eingefassten Hauptgeschoß getrennt. Rechteckige Breitfenster in einfacher Steinrahmung, die nur bei den Mittelfenstern leicht geschwungen war. In der Mitte aller vier Seiten befand sich je ein graues, gedrückt rundbogiges Steinportal.

Beim großen Stadtbrand am 30. April 1818 wurde das Dach zerstört, die oberste Geschoßdecke beschädigt, die Wiederherstellung aber erst 1833 vollendet. Am 17. November 1944 wurde das Schrannengebäude durch einen Bombentreffer schwer beschädigt, die noch erhaltenen Reste mussten nach dem Krieg abgerissen werden. Die Schrannenhalle übersiedelte in der Folge in die Alpensiedlung an die Adolf-Schemel-Straße in der Nähe des Ginzkey-Platzes in Richtung Salzach. Die dortigen Lagerhallen wurden aber ebenfalls schon vor vielen Jahren aufgelassen.

Quelle