Schwammbrennen

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Das Schwammbrennen ist ein Osterbrauch in der Pinzgauer Gemeinde Unken.

Beschreibung

In der Nacht zum Ostersonntag werden vorwiegend bei den Kirchen Osterfeuer als Freude der Wiederauferstehung Christi entzündet. Eine besondere Form eines österlichen Feuerbrennens findet man noch in Unken: das Schwammbrennen am Karsamstag.

Dabei werden getrocknete Baumschwämme in das geweihte Osterfeuer bei der Kirche gelegt. Danach werden die glühenden Schwämme, die an Drahtschlingen befestigt sind, schwingend nach Hause getragen. Durch den Luftzug löschen sie nicht aus und so kommt das geweihte Osterfeuer in die Häuser und Wohnungen. Die Schwammträger, meist Kinder oder Jugendliche, beschenken die Bewohner der am Weg liegenden Häuser oft mit einem kleinen Stück glühenden Schwammes und bekommen dafür ein Osterei.

In Großgmain gab es diesen Brauch unter dem Namen 'Geweiht-Feuer-Laufen', „Gweichts-Feia–Laffa“, beeinflusst von der in Bayern liegende Pfarre des Augustiner Chorherrenstifts St. Zeno. Nach einem Unglücksfall in den 1980er-Jahren wurde er eingestellt.[1]

Quelle

Einzelnachweis