Steuern und Abgaben

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Dieser Artikel beschäftigt sich mit historischen Steuern und Abgaben in Stadt und Land Salzburg.

Mittelalter
18. Jahrhundert
  • Herd- und Kaminsteuer in Stadt und Land Salzburg
  • 1735 brachten die Hohe Salzburger Landschaft eine Fenstersteuer zur Diskussion. So sollten Bürgen in Städten und Märkten je Fenster 12 Kreutzer, am Land sechs, für Stall- oder sonstige Fenster drei Kreutzer bezahlt werden. Aber Erzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian lehnte ab, da er die Unzufriedenheit des Volkes fürchtete. Außerdem hatte er Angst vor dem Gespött im übrigen Deutschland, die dann vielleicht noch meinten, in Salzburg werde sogar das Tageslicht besteuert. Und natürlich bedachte er die Kosten für die Fensterzählung.
  • 1742 wurde eine Kopfsteuer von jenen Personen eingehoben, die sonst keine Steuern zahlten...
20. Jahrhundert

Am 30. März 1948 beschließt der Salzburger Gemeinderat die Einhebung einer 25-prozentigen Abgabe auf Eintrittspreise für Kinos, einer 20-prozentigen Abgabe für Sportveranstaltungen und einer Abgabe von 10 Prozent für Theatervorstellungen - die Lustbarkeitsabgabe; die Sportabgabe wird nach Protesten von Sportvereinen später reduziert;

Am 1. August 1950 trat die vom Salzburger Gemeinderat beschlossene Gebrauchsgebührenordnung in Kraft; für die Nutzung von Verkehrs- oder Erholungsflächen sowie des darüber befindlichen Luftraumes (z. B. durch Reklameschilder oder Leitungen) ist nun eine Gebühr − eine Luftsteuer − zu entrichten;

29. Mai 1951: Abgabe auf Speiseeis. Die vom Gemeinderat beschlossene Abgabe wurde in der Form abgeführt, dass jene Firmen, die Eis verkaufen, für das Jahr 1951 einen Pauschalbetrag von 35.000 Schilling bezahlten.

1953 gab es gleich mehrere neue Steuern:

  • Am 30. April ersetzte die neue Ortstaxe in der Stadt Salzburg, gestaffelt von einem bis vier Schilling, die bisherige Fremdenzimmerabgabe und die Saisonabgabe im Fremdenverkehr.
  • Am 7. Mai beschloss der Salzburger Gemeinderat, das Tor am Kapuzinerberg während der Nachtstunden verschlossen zu halten und ein „Sperrgeld“ einzuheben.
  • Am 6. August genehmigte der Salzburger Landtag eine Bäderbau-Abgabe: alle erwerbstätigen Stadtbewohner müssen bis zu 4,50 Schilling pro Monat bezahlen; die Dauer der Abgabe für den Neubau des Hallenbades ist mit höchstens 10 Jahren begrenzt;

Ab 1. Februar 1954 musste jeder Erwerbstätige in der Stadt Salzburg 4,50 Schilling monatlich für die Finanzierung des Hallenbades entrichten;

Einzelnachweis

Quellen