Straßenrennen Hallein

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von links: Otto Artmaier und seine spätere Frau Sofie Joost, Sieger Beiwagen bis 500 cm³, 65,26 km/h, Ernst Kronreif - Rennleiter, Ernst Kussin mit Beifahrer - wahrscheinlich Ötvic, Sieger Beiwagen bis 750 cm³, 68,04 km/h, dahinter stehend Albert Brenter, das Bild entstand 1952 beim Straßenrennen in Hallein
Straßenrennen Hallein 1953: Sieger der Sportklasse Helmut Krackowizer auf BSA "Gold Star", Franz Stengl gratuliert hier dem Gewinner

Straßenrennen in Hallein fanden zwischen 1951 und 1954 statt.

Geschichte

Die Geschichte des Motorsports in Hallein war fast in Vergessenheit geraten. Bis Ernst Kronreif II. 2009 erstmals die KTM Historic Sternfahrt in Erinnerung an seinen Vater Ernst I. veranstaltete, der 1953 Mitgründer des KTM Motorwerkes in Mattighofen war. Schon Vater Ernst I. sorgte als Obmann der Kraftfahrer-Ortsgruppe des ARBÖ Hallein, die am 11. März 1951 aus der Taufe gehoben wurde, für neuen Schwung im Motorsport. Er organisierte vier Mal ein Straßenrennen in Hallein: am 29. Juli 1951, am 22. Mai 1952, am 14. Mai 1953 und am 2. Mai 1954.

1951

Das erste Rennen fand nur als Motorradrennen statt, die weiteren auch mit einem Automobil-Sportwagen-Rennen und einem Motorradlauf, der zur österreichischen Staatsmeisterschaft zählte. Das erste Rennen fand vor 3 000 Zuschauern auf einem kurzen Kurs von 1,3 Kilometer in Richtung Neualm statt. Der Halleiner Stefanitsch wurde damals Zweiter in der Klasse bis 250 cm³.

1952

5 000 Sportbegeisterte sahen dann 1952 wieder spannende Rennen. Diesmal bereits auf dem 2,6 km langen Stadtkurs auf dem Gelände der „Neuen Heimat“. Von den Halleiner Rennfahrern gelang aber nur Ernst Kussin einen Spitzenplatz zu belegen. Er gewann die Beiwagenklasse.

1953

Prominentester Starter beim Rennen 1953, das bereits 6 000 Zuschauer anlockte, war der spätere und bisher einzige österreichische Motorrad-Solo-Weltmeister, Rupert Hollaus. Er gewann die Klasse der Rennmaschinen bis 250 cm³ auf einer Moto Guzzi 250 und wurde in der Rennklasse bis 350 cm³ damit sogar noch Dritter. In der Sportklasse bis 250 cm³ siegte Edi Kranawetvogl aus Grödig auf einer flotten NSU-MAX. Der später bekannte Motorfachjournalist Helmut Krackowizer aus Vöcklabruck, ., gewann auf seiner BSA „Gold Star“ bis 350 cm³ in dieser Sportklasse und belegte auch in der Sportklasse über 350 cm³ hinter Sepp Dürnecker (Vöcklabruck, auf Triumpf 650) den guten zweiten Platz noch vor dem Halleiner Albert Brenter, der sich auf seiner BMW 750 in der letzten Kurve verbremste. Ernst Kussin gewann wieder die Rennklasse der Beiwagen.

1954

1954 waren in zwei Rennen jeweils Edi Kranawetvogl und Erich Trunkenpolz, der Sohn von KTM-Mitbegründer Hans Trunkenpolz, bereits auf KTM-Motorrädern siegreich. Stefanitsch und Albert Brenter, Karl Inzinger, Karl Wahrstätter, Arthur Reiter, Erhard Schartner, Gustl Fichtner, Josef Schuster, Erich Höllbacher, Rupert Wallinger und Ernst Kussin hießen die Halleiner Lokalmatadore. Auch Leonhard Fassl, mehrfacher österreichischer Staatsmeister, Peter Frohnwieser und Helmut Volzwinkler aus Salzburg waren wie schon im Jahr davor wieder am Start. Ja, sogar ein Amerikaner, E. Winters, startete bereits zum zweiten Mal.

Siehe auch

Bildergalerie

Rennen 1951

Rennen 1953

Rennen 1954

Bilder

 Straßenrennen Hallein – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quelle