Ernst Kussin

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Ernst Kussin beim Straßenrennen Hallein am 14. Mai 1953 auf Norton 500

Ernst Kussin (* 21. Februar 1918 in Nürnberg, Bayern; † 5. März 1998 in Salzburg) war ein bekannter Salzburger Motorradrennfahrer der Nachkriegsjahre.

Leben

Er kam als Sohn eines bekannten Automobilrennsportlers zur Welt. Sein Vater war schon 1911 unter den Siegern der Österreichische Alpenfahrt.

Im Alter von elf Jahren fuhr er bereits auf der Reichelsdorfer Zementrennbahn die Rennmaschine des damaligen deutschen Meisters Otto Ley. 1934 gewann er bei der Motorradwertung "Rund um Nordbayern" seine erste Goldmedaille. Er nahm später noch an verschiedenen Wertungsfahrten teil: Alpenfahrt 1937, 1938 und 1939 sowie an der Deutschland-Fahrt 1934.

Beim Wartburgrennen 1935 verbesserte er in der Junior-Klasse den bestehenden Beiwagenrekord. 1936 fuhr dann seine erste Rennmaschine, eine 500 cm³ Triumph MAG mit Königswelle. Mit dieser Maschine stürzte er jedoch im ersten Rennen. Auch 1937 kam er beim Passauer Bergrennen schwer zu Sturz und verbrachte einige Zeit im Krankenhaus.

1948 kehrte er aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurück und blieb in Wien. 1949 begann mit einer schnellen BWM wieder Rennen zu fahren. Er gewann in diesem Jahr die Rennen in Baden bei Wien, Gmünd, Stockerau und Grubberg. Er erhielt die österreichische Staatsbürgerschaft und fuhr dann bis 1955 Rennen mit BMW und Norton, Wertungsfahrten mit Triumph, neben Solomaschinen fuhr er auch Beiwagengespanne. Er war auch eines der ersten Mitglieder des ARBÖ Hallein und in den frühen Jahren auch als ehrenamtlicher Pannenfahrer beim ARBÖ im Einsatz.

Er war gut mit Ernst Kronreif I. befreundet und brachte diesen mit dem Kompagnon von Moser, mit Hans Trunkenpolz, zusammen, die dann gemeinsam KTM gründeten. Mitte der 1950er-Jahre war er "Kapitän" der KTM-Rennmannschaft für Geländesport (so genannte "Sechs-Tage-Rennen", auch bekannt unter "Six Days").

Kussin war auch maßgeblich am Aufbau des Halleiner Motorenwerks beteiligt.

Erfolge

Ernst Kussin fuhr sowohl Solo-Rennmaschinen als auch Beiwagenrennen als Fahrer:

  • 1936: Großer Bergpreis von Deutschland, Freiburg im Breisgau, Schauinsland: Sieger in der Motorradklasse bis 500 cm³ auf Triumph MAG (9:10,40 min. = 78,4 km/h)
  • 1951: 16./17. Juni. Internationale Österreichische Alpenfahrt
wird in der Wertungsgruppe 8 für Motorräder 250 cm³ auf Triumpf Vierter und gewinnt eine Silbermedaille
Beim "Großen Preis von Deutschland" belegte er mit Franz Steidel im "Boot" den sechsten Platz in der Beiwagenklasse und wurde in der Weltmeisterschaft Zehnter
28. März, Korneuburg, .: Sieger in beiden Beiwagenklassen
11. April, Linz, .: Sieger in der Beiwagenklasse bis 500 cm³
25. April, Mattighofen,OÖ.: Sieger in der Soloklasse über 350 cm³
16. Mai, Gmünd, Nö.: Sieger in der Beiwagenklasse über 500 cm³[1]
  • 1955: Österreichischer Meister in der Klasse Beiwagen

(auszugsweise, unvollständig)

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle Ergebnisse 1954 www.motorsportstatistik.com