Grödig

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Marktgemeindebild
Grödig
Karte
Karte 5082.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Salzburg-Umgebung (SL)
Fläche: 23,09 km²
Geografische Koordinaten: 47° 43' N, 13° 1' O
Höhe: 446 m ü. A.
Einwohner: 7 391 (1. Jänner 2020)
Postleitzahl: 5082
Vorwahl: 06246
Gemeindekennziffer: 50314
Gemeindeamt: Dr.-Richard-Hartmann-Straße 1
5082 Grödig
Offizielle Website: www.groedig.org
Politik
Bürgermeister: Richard Hemetsberger (ÖVP)
Gemeinderat (2019): 25 Mitglieder: 15 ÖVP,
7 SPÖ,
1 FPÖ,
2 GABL
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869  705
1880  903
1890 1 167
1900 1 406
1910 1 763
1923 2 038
1934 2 066
1939 2 411
1951 3 052
1961 3 357
1971 4 591
1981 5 426
1991 6 071
2001 6 638
2011 6 986
2020 7 391
Karte
Grödig, Ortsimpression
Gemeindeamt Grödig, nach dem Erweiterungsbau im Okt. 2010.
Grödig, Ansicht vom Oberalmberg.
Grödig aus der Ferne, dahinter der Teisenberg in Bayern.
Grödig mit dem Schloss Glanegg, dahinter der Teisenberg.
Historische Ansichtskarte mit dem Untersbergstock im Hintergrund.

Grödig ist eine Marktgemeinde im Flachgau am Fuße des Untersbergstocks.

Geografie

Geografische Lage

Grödig liegt im Südwesten des Flachgaus an der Grenze zu Deutschland (Bayern, Berchtesgadener Land). An der südlichen Gemeindegrenze erheben sich die Berchtesgadener Alpen mit dem Untersbergstock. Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet und gleichzeitig auf Salzburger Gebiet ist der Salzburger Hochthron (1 853 m ü. A.).

Im Südosten fließt die Königsseeache als Grenzfluss zunächst zwischen Bayern und Österreich, dann zwischen dem Flachgau und Tennengau. Der südlichste Zipfel des Marktgemeindegebiets umfasst den Bereich, in dem der Almkanal von der Königsseeache abgeleitet wird. Der Almkanal fließt von Süden nach Norden durch das Zentrum des Markts fließt.[1]

Im Nordoten verläuft die Tauernautobahn zunächst durch das Marktgemeindegebiet, dann entlang der Gemeindegrenze, im Osten die Berchtesgadener Straße (B 160), sowie in Ostwestrichtung die Glanegger Landesstraße (L 237).

Auf das Geiereck im Untersbergstock führt die Untersbergbahn.

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Das Marktgemeindegebiet hat eine Ostwestausdehung von etwa sechs Kilometern, eine Nordsüdausdehnung von etwa fünf Kilometern. Etwa zwei Drittel umfasst der Untersbergstock.

Gemeindegliederung

Die Marktgemeinde umfasst die zwei Katastralgemeinden Glanegg und Grödig und gliedert sich in die folgenden Ortschaften:

Anmerkung: In kursiver Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften zum 1. Jänner 2020 angegeben.[2]

Nachbargemeinden

Im Süden grenzt Hallein mit Taxach-Gartenau an die Marktgemeinde, im Osten Anif, im Nordwesten Großgmain und im Norden die Stadt Salzburg.

Religionen

Neben der Pfarrkirche Mariae Verkündigung gibt es in der Ortschaft St. Leonhard die Wallfahrtskirche St. Leonhard und in der Ortschaft Fürstenbrunn das Kirchenzentrum St. Rupert, außerdem eine Moscheegemeinde.

Geschichte

Historische Ansichtskarte.

Grödig erweist sich als romanisch. Der urkundliche Erstbeleg Crethica (8. Jahrhundert) erinnert an ein alpenromanisches Wort (Friaulisch 'cret) mit der Bedeutung "Fels, Felsspalte eines Berges", eine Benennung, die den Untersbergstock im Auge hatte. Diese Ansicht stützt sich auf die Bedeutung von vlat. crepitare, "platzen, rissig werden", und seine rückläufige Ableitung crepita > cretta, "Riss, Spalte". Andere, auch keltische Deutungen sind weniger stringent (schlüssig).

Vom 14. Jahrhundert bis 1805 gehörte Grödig zum Pfleggericht Glanegg.

1850 umfasste die politische Gemeinde Grödig in der Zeit, als Salzburg Kronland war, folgendes Gebiet: Anif, Eichet, Glanegg, Grödig-Ort, Hellbrunn, St. Leonhard und Niederalm.

Mit dem Gesetz betreffend die Auseinanderlegung der Ortsgemeinde Grödig im Bezirke Salzburg in die Ortsgemeinden Anif und Grödig vom 17. Juli 1894 wurde die Gemeinde Anif mit den Ortschaften Anif, Hellbrunn und Niederalm von der Ortsgemeinde Grödig abgetrennt und ist seither eine eigenständige Gemeinde.[3]

Während des Ersten Weltkriegs befand sich auf dem Gemeindegebiet das k.u.k. Kriegsgefangenenlager Grödig.

Am 17. November 1944 starben 65 Menschen bei einem Bombenangriff auf die Flachgauer Marktgemeinde Grödig.[4]

Mit der "55. Kundmachung der Salzburger Landesregierung vom 5. Februar 1968 über die Erklärung der Gemeinde Grödig, politischer Bezirk Salzburg-Umgebung, zum Markt"[5] wurde die Gemeinde Grödig zum 9. Juli 1968 zum Marktgemeinde erhoben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Aussichtspunkte

Bauwerke

Museen

  • Radiomuseum Grödig: Im Radiomuseum Grödig ist das älteste in Salzburg gebaute Radio zu sehen und zu hören. Es ist Baujahr 1928. Erzeugt wurde es von der Firma Morawetz. Wer weiß etwas über diese damals kleine Radiowerkstatt? Vermutlicher Standort war Ende Linzer Gasse. Hinweise bitte an das Radiomuseum, Kustos H. M. Walchhofer.
  • Untersbergmuseum: Das Untersberg Museum im Ortsteil Fürstenbrunn zeigt die komplette Geschichte des mystischen Untersberg mit allen Legenden und Sagen, Nutzen für die Bevölkerung und anderen wieder.

Musik

Theater

Sport

Motorsport

1968 gab es ein Motorradstraßenrennen: Start und Ziel waren auf der Berchtesgadener Straße. Dann führte die Strecke bis zur Kreuzung in St. Leonhard, dort den Almkanal entlang zur Feuerwehr und beim Postamt wieder hinaus zur Ampel. Der bekannte internationale Motorradrennfahrer Rudolf Weiß nahm in seiner Jugend an diesem Rennen teil. Rudolf Weiß lebt in St. Leonhard.

Fußball

Der 1948 von donauschwäbischen Flüchtlingen aus dem Lager Niederalm ins Leben gerufene SV Grödig hat mit Sanel Kuljic nicht nur einen Nationalspieler hervorgebracht, sondern 2013 auch einen Wettskandal im Fußball. Der Klub spielte in den Saisonen 2013/14 bis 2015/16 in der Bundesliga, der höchsten österreichischen Spielklasse. Die Spielstätte, die Untersberg-Arena, wurde bereits ab 2008 zu einem für den Profifußball tauglichen Stadion ausgebaut. Der Bundesliga-Aufstieg brachte weitere Maßnahmen wie zusätzliche Tribünen, ein VIP-Zelt und eine neue Zufahrt, mit sich.

Vereine

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

In der Marktgemeinde gibt es den einzigen österreichischen Kaviarproduzenten Walter Grüll mit seinem Unternehmen Walter Grüll Fischhandel.

Verkehr

Ansässige Unternehmen

Öffentliche Einrichtungen

Rettungsorganisationen

Bildung

Politik

Bürgermeister

Hauptartikel Bürgermeister der Marktgemeinde Grödig

Haushaltsbudget

Der Artikel Haushaltsbudget der Gemeinde Grödig soll Daten über die Haushaltsbudgets der Gemeinde über Jahre, soweit bekannt, sammeln.

Auszeichnungen der Gemeinde

Ehrenbürger

Hauptartikel Ehrenbürger der Marktgemeinde Grödig

Ehrenbecher der Marktgemeinde Grödig

Hauptartikel Ehrenbecher der Marktgemeinde Grödig

Wappen

Am 14. August 1967 wurde der Gemeinde Grödig durch die Salzburger Landesregierung das folgende Wappen verliehen:

Rot über Silber geteilt, darin oben ein vorwärtsgekehrter silberner (weißmarmorner) wasserspeiender Löwenkopf; der Schwall ergießt sich in fünf blauen Strahlen in das untere Schildfeld.

Der Löwenkopf weist auf das Marmorvorkommen, die fünf Wasserstrahlen versinnbildlichen die Untersberger Quellen und zugleich die fünf Ortschaften der Gemeinde.

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Marktgemeinde

Hauptartikel Töchter und Söhne der Marktgemeinde Grödig

Bildergalerie

weitere Bilder

 Grödig – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblinks

Quellen

Einzelverweise

Städte und Gemeinden im Flachgau
TennengauSalzburgFlachgauPongauLungauPinzgauLage des Flachgau im Land Salzburg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild

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