Strubklamm (Naturdenkmal)

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Almbachverlauf am Beginn der Strubklamm

Karte
Felsformation in der Strubklamm
Strubklamm

Die Strubklamm ist die Klamm des Almbaches, der im Hintersee entspringt, durch das Wiestal fließt und bei Hallein die Salzach erreicht.

Allgemeines

Der Almbach durchschneidet den vom Ochsenberg (1 483 m ü. A.) im Süden und vom Strumberg (982 m ü. A.) im Norden begrenzten Felsrücken durch die bis zu 100 m tiefe Strubklamm. Die Klamm ist ein Naturdenkmal.

Die Klamm ist im unteren Bereich eng, im oberen breiter. Die Felswände fallen teilweise senkrecht ab, zum Teil sind sie mit Föhren bewachsen. Der obere Teil, der sich auch bereits zu einem etwas weiteren Becken ausdeckt, ist mit dichter Buschwerkvegetation bewachsen und zeigt durchaus an manchen Stellen Urwaldcharakter. Dieser Teil ist daher auch ein bedeutendes Vogelbrutgebiet.

Im Winter bildet die Klamm große Eisvorhänge, im Sommer ist sie ein beliebtes Canyoning- und Badegebiet, erschlossen durch Wanderwege und Straße.

Westseite

An der Westseite der Strubklamm befindet sich an einer nur einspurigen Straße das Werkschulheim Felbertal, ein Gymnasium mit dazu parallel laufender Handwerksausbildung und Internat.

Metzgersteig

An der Ostseite befindet sich ein Steig, der seinen Namen anscheinend einer Tragödie verdankt: „Im Jahr 1673 ging ein Metzger mit seinem schwangeren Mädchen nach St. Wolfgang; um sich loszumachen von ihr stürzte er sie über den Felsen …“. Man erzählt sich, daß das Mädchen beim Hinabstürzen sich an einem Gesträuche festhielt und ihm versprach, ihn nicht bei dem Gerichte anzuzeigen, wenn er ihr seine helfende Hand reiche; aber der Ruchlose schnitt das Gesträuch ab. Das Mädchen soll dem Mörder hinter dem Altare zu St; Wolfgang erschienen sein, worauf er sich selbst bei Gericht anzeigte und die verdiente Strafe erhielt. Von dieser fürchterlichen That rührt der Name Metzgersteig.[1]

Kraftwerk Strubklamm

Hauptartikel: Kraftwerk Strubklamm

Schon als 1909 mit dem Bau des Kraftwerks Wiestal begonnen wurde, war die Nutzung der Hinterseealm in zwei Staustufen vorgesehen.

Nachdem 1913 das Kraftwerk Wiestal in Betrieb gegangen war, stieg der Strombrauch bald rasant an. Infolge dessen musste eine weitere Staustufe errichtet werden und man begann 1920 mit dem Bau der zweiten Stufe, dem Kraftwerk Strubklamm. 1924 nahm das Kraftwerk Strubklamm seinen Betrieb auf. Die unerwartet schlechten Bodenverhältnisse im Stausee ließen viel Wasser versickern. Deshalb wurde zusätzlich das Wasser des Hintersees herangezogen. Eine Holzrohrleitung, der Kleinspeicher Strüblweiher und ein Pumpwerk in Hintersee entstanden.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Heinrich Wallmann: Wanderungen und kulturhistorische Streifzüge durch den Salzburggau. Siehe: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1867, S. 4f.