Speicherkraftwerk Strubklamm (historisch)

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Speicherkraftwerk Strubklamm
Strubklammkraftwerk, Nordansicht
Altes Speicherkraftwerk Strubklamm, ehemaliger Turbinenraum.

Das Speicherkraftwerk Strubklamm ist ein ehemaliges Wasserkraftwerk an der Strubklamm im Tennengau.

Geschichte

Schon als 1909 mit dem Bau des ersten Kraftwerk Wiestal begonnen wurde, war die Nutzung der "Hinterseealm" (Almbach) in zwei Staustufen vorgesehen.

Nachdem 1913 das Kraftwerk Wiestal in Betrieb gegangen war, stieg der Stromverbrauch bald rasant an. Infolgedessen musste eine weitere Staustufe errichtet werden und man begann 1920 mit dem Bau der zweiten Stufe, des Kraftwerks Strubklamm.

Am 20. Dezember 1924 feierlich durch Bundespräsident Dr. Michael Hainisch eröffnet, nahm das Kraftwerk Strubklamm seinen Betrieb auf. Der Stausee verfügte über 2,5 Million Kubikmeter nutzbarem Stauinhalt und 105 m Gefälle. Die unerwartet schlechten Bodenverhältnisse im Stausee Vordersee ließen viel Wasser versickern. Deshalb wurde zusätzlich das Wasser des Hintersees herangezogen. Dieser verfügte über 6,5 Million Kubikmeter nutzbarem Stauinhalt. Eine 2100 Meter lange Holzrohrleitung, der Kleinspeicher Strüblweiher und ein Pumpwerk am Hintersee entstanden. Das nutzbare Gefälle des Strubklammwerks wurde dadurch auf 123 Meter erhöht.

Seit 1922 hat die Stadtgemeinde Salzburg die Bau- und Betriebsführung beider Werke an die Württembergische Elektrizitäts-Aktien-Gesellschaft (WEAG) in Stuttgart übergeben, welche es in stetem engen Einvernehmen mit der Stadt als Eigentümerin verstanden hat, die Anlagen mustergültig auszustatten und als Wirtschaftsfaktor zu erhalten.

Die beiden Kraftwerke Wiestal und Strubklamm hatten 1932 ein Jahresarbeitsvermögen von 25 Millionen kWh und konnten bis 1945 den Strombedarf der Stadt Salzburg decken.

In den Jahren 1981 bis 1984 wurden die Anlagen, nach 56 Jahren Betrieb, weitgehend erneuert, womit die direkte Nutzung des Hintersees über einen Triebwasserstollen ermöglicht wurde. Die Leistung wurde verdoppelt (siehe Speicherkraftwerk Strubklamm).

Denkmalschutz

Das Speicherkraftwerk und die daneben befindliche Werkssiedlung zählen zu den denkmalgeschützten Objekten in der Gemeinde Adnet.

Quellen