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Speicherkraftwerk Strubklamm (historisch)

Speicherkraftwerk Strubklamm
Strubklammkraftwerk, Nordansicht
Altes Speicherkraftwerk Strubklamm, ehemaliger Turbinenraum.

Das historische Speicherkraftwerk Strubklamm, ein sogenanntes Wochenspeicherkraftwerk, ist ein ehemaliges Wasserkraftwerk in der Nähe des unteren Endes der Strubklamm im Ortsteil Wimberg in der Gemeinde Adnet im Tennengau. Das Speicherkraftwerk und die daneben befindliche Werkssiedlung zählen zu den denkmalgeschützten Objekten in der Gemeinde Adnet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1909 wurde der Bau des Speicherkraftwerks Wiestal begonnen. Bereits damals war die spätere Nutzung der "Hinterseealm" (Oberalm) als zweite Staustufe vorgesehen. 1913 ging das Speicherkraftwerk Wiestal in Betrieb und bald stieg auch der Stromverbrauch stark an.

In der Erkenntnis der dringenden Notwendigkeit, neue Kraftquellen für die Erzeugung elektrischer Energie zur Versorgung der Stadt Salzburg und Umgebung heranzuziehen, um dem steigenden Bedarf an elektrischer Energie nachzukommen, hat der Gemeinderat der Stadt Salzburg in der Sitzung vom 6. Juli 1920 den Ausbau der zweiten Stufe des Wiestalwerkes (= Kraftwerk Strubklamm), der bereits in dem im Jahre 1907 verfassten generellen Projekt vorgesehen war, beschlossen.[1]

Daher wurde 1920 mit dem Bau des Kraftwerks Strubklamm begonnen.

Die Errichtung des Kraftwerks Strubklamm, dessen baulicher Teil der Firma Pittel & Brausewetter in Wien zur Ausführung übertragen wurde, während die Turbinen von J. M. Voith und die elektrischen Einrichtungen von den österreichischen Siemens-Schuckert-Werken geliefert wurden, begann im November 1920. Er konnte jedoch infolge der katastrophalen Geldentwertung und der ständigen Verschlimmerung der wirtschaftlichen Lage nur bis Weihnachten 1921 weitergeführt werden. Nach langwierigen Verhandlungen mit verschiedenen Finanzgruppen kam schließlich ein Vertrag mit der Württembergischen Elektrizitäts-AG (Weag) in Stuttgart zustande, welcher die Weiterführung des Baues sicherte. Als später auch die valutarischen Verhältnisse Deutschlands schwer erschüttert wurden, ermöglichte die Aufnahme von zwei englischen Krediten im Ausmaße von 220.000 Pfund die Vollendung des Baues, welcher sich auf rund 70 Milliarden Kronen stellte.

1922 hat die Stadtgemeinde Salzburg die Bau- und Betriebsführung beider Werke an die Württembergische Elektrizitäts-Aktien-Gesellschaft (WEAG) in Stuttgart übergeben. Diese verstand es in stetem engen Einvernehmen mit der Stadt als Eigentümerin, die Anlagen mustergültig auszustatten und als Wirtschaftsfaktor zu erhalten.

Am 20. Dezember 1924 wurde das Speicherkraftwerk Strubklamm durch Bundespräsident Dr. Michael Hainisch feierlich eröffnet und nahm seinen Betrieb auf.

Der Stausee Vordersee verfügte über 2,5 Million Kubikmeter nutzbarem Stauinhalt und 105 m Gefälle. Die unerwartet schlechten Bodenverhältnisse im Stausee Vordersee ließen viel Wasser versickern und brachten über den Druckstollen bei der Staumauer Strubklamm kaum Triebwasser zu den Turbinen. Deshalb wurde zusätzlich das Wasser des Hintersees herangezogen. Dieser verfügte über 6,5 Million Kubikmeter nutzbarem Stauinhalt. Eine 2 100 Meter lange Holzrohrleitung, der Kleinspeicher Strüblweiher und ein Pumpwerk am Hintersee entstanden. Das nutzbare Gefälle des Strubklammwerks wurde dadurch auf 123 Meter erhöht.

Die beiden Speicherkraftwerke Wiestal und Strubklamm hatten 1932 ein Jahresarbeitsvermögen von 25 Millionen kWh und konnten bis 1945 den Strombedarf der Stadt Salzburg decken.

In den Jahren 1981 bis 1984 wurde neben dem historischen Speicherkraftwerk Strubklamm ein neues modernes Kraftwerkgebäude errichtet und insbesondere wurde ein neuer Triebwasserstollen errichtet. Dadurch wurde die direkte Nutzung des Wassers aus dem Hintersees möglich. Die Leistung des Kraftwerks hat sich dadurch verdoppelt (siehe Speicherkraftwerk Strubklamm).

Literatur

  • Ing. Ferdinand Alber, "Die hydroelektrischen Anlagen der Stadt Salzburg", Elektrotechnik und Maschinenbau, 1922, Hauptteil, Heft 18, Seite 211, 2. Teil: "Strubklammwerk" Link

Quellen

Einzelnachweis

  1. ANNO, Ing. Ferdinand Alber, "Die hydroelektrischen Anlagen der Stadt Salzburg", Elektrotechnik und Maschinenbau, 1922, Hauptteil, Seite 211]
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